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Nov. 2010: Schluss mit Null-Bock-Zeit  

Kirn. Endlich ist die „Null-Bock“- Zeit vorbei: Die Kirner Privatbrauerei füllte im dritten Jahr in Folge helles „Schinderhannes Bock“ ab. Diese Spezialität werde in dieser Jahreszeit sehnsüchtig erwartet.

Foto 2695: Friedrich Wilhelm (links) und Geschäftsführer Peter Dietz strahlen!

2696: Blick in heilige Hallen -Das Mälzen

2697: 80.000 Flaschen Kirner Bock--  Hätte Schinderhannes das gesehen!!!

 Früher brauten die Kirner schon einmal Bockbier, das dann infolge neuer Sorten wie beispielsweise dem „Kirner 1798“ eingestellt wurde. Vor drei Jahren führte der damals neue Geschäftsführer Peter Dietz das Bockbier wieder ein und erlebte sein „Blaues Wunder“. Die Kasten waren in Windeseile weg, so eine Nachfrage habe er noch nie erlebt. Gestern Morgen wurde helles „Schinderhannes Bock“ abgefüllt, fast 2000 Kasten, über 80.000 Flaschen. Verkaufsstart in Handel und Gastronomie ist am 2. November, angeboten wird das limitierte Produkt im 24-er Mehrweg Kasten in 0,33 Liter Longneck- Flaschen und im sechser Tragepack. Es dampfte und zischte an der Abfüllanlage, als Marketingstratege Friedrich Wilhelm und Geschäftsführer  Peter Dietz nach dem Rechten schauten. Ein Starkbier wird mit einem höheren Stammwürzegehalt als ein normales Voll- oder Schankbier eingebraut. Die Maische ist dickflüssiger, da weniger Wasser hinzugegeben wird. Nach der Einführung 2008 heißt das Produkt seit 2009 „Schinderhannes Bock. Die helle Bierspezialität sei relativ „schlank und abgerundet im Geschmack“ und komme optisch mit seiner Bernsteinfarbe nah ans Pils, erklärte Wilhelm. Eine längere Lagerung, höherer Malzanteil und dadurch eine dunklere Farbe, höhere Stammwürze und höherer Alkoholgehalt sowie eine längere Lagerzeit zeichnen dieses im Charakter vollmundige Produkt mit feinherbem Hopfenaroma bei einer Stammwürze von 16,8 Prozent und einem Alkoholgehalt von 7,1 % Volumen aus. „Schinderhannes Bock hält sich länger, aber es hält nicht lange“ sind „die Macher“ überzeugt, weil es eben auf den Verbraucher abgestimmt sei und ideal in die Jahreszeit zu Wildgerichten oder Spanferkel, Lebkuchen, Spekulatius oder Zimtwaffeln passe. Saisonale Highlights, kleinere Gebinde oder limitierte Spezialbiere und –abfüllungen liegen absolut voll im Trend der Zeit, bekräftigte Peter Dietz und kündigte daher für 2011 eine weitere Brauspezialität an. Die Kirner Privatbrauerei in siebter Generation mit drei diplomierten Braumeistern und weiteren Brauspezialisten sei als regionale Braustätte handwerklich feinster Bierspezialitäten auf dem besten Weg. Gerade beim Bockbier sei die Handwerkskunst der Brauer gefragt, absolut höchste Qualität der Rohstoffe sind nach dem deutschen Reinheitsgebot dieselben, jedoch habe die Kirner Brauerei die Möglichkeit, kleinste und limitierte Mengen herzustellen und wolle diesen erfolgreichen Weg weiter fortsetzen. Die am 21. Juni eingeführte elfte Bierspezialität „Kirner Radler“ als exquisites Gemeinschaftsprodukt mit Schwollener Sprudel als starkem Partner nach dem Motto „aus der Region- für die Region“ sei in der deutschen Braubranche bisher etwas Einzigartiges. Die Verkaufsmarge von 2000 Hektoliter Radler wurde gestern überschritten, die regionale Strategie sei vom Erfolg gekrönt, freute sich Peter Dietz. 


An Pfingstmontag war für 1000 Mühlen "Deutscher Mühlentag"

BAD SOBERNHEIM. Große Besuchergruppen pilgerten mit Kind und Kegel, Bobbycar und Buggy, Bollerwagen und Wanderrucksack beim Deutschen Mühlentag durchs Freilichtmuseum im Nachtigallental. Der machte seinem Namen alle Ehre: Schnatternde Enten, grasende Weideschafe, singende Nachtigallen und um die Wette krähende Hähne vermittelten bei Kaiserwetter Naturidylle pur. Naturlehrpfad, Heilkräutergarten, Museumsweinberg und Lehrbienenstand konnten wie alle Gebäude und Gerätschaften besucht und inspiziert werden. Auch das Sägegatter droben im Hunsrück-Nahe-Dorf ratterte und zog die Besucher magisch an. Wie durch Wasserkraft über ein Wasserrad Antriebswellen und Transmissionsriemen angetrieben wurden und die Mühlradtechnik in Gang setzten, interessierte große und kleine Besucher. 

Ständig sah man, wie Großeltern ihren Enkelkindern den Weg vom Getreide zum Brot erklärten.

 

 Chefredakteurin Claudia Hiller vom SWR drehte für die aktuelle Landesschau einen Beitrag und interviewte Besucher und den gebürtigen Eckweilerer Kai-Uwe Schäfer (46).Der seit 1991 beschäftige Museumsmaurer schrotete vier Zentner Weizen. Ständig stand er mit Peter Öhler vom Freundeskreis den Besuchern Rede und Antwort. Die um 1800 erbaute Wassermühle aus Alterkülz wurde 1996 abgetragen, bis 2004 im Pfalz- Rheinhessendorf aufgebaut und in Betrieb genommen.  

Nr 2407-2408- Mai 2010- Heute ist die Mühle mit den großen Mühlsteinen voll in die museumspädagogische Arbeit integriert.



KOHLEMEILER glimmt - Alte Zunft lebt! 

BAD SOBERNHEIM. Mai 2010: Der Meiler im Freilichtmuseum brennt: „Ich taufe dich auf den Namen Franz-Josef, der `Schwarze` vom Nachtigallental!“ rief Landrat Franz-Josef Diel aus und übernahm die Patenschaft. Nach altem Brauch stieß der Taufpate mit Köhler Hermann Gimbel und der Köhlerliesel Marina Zahn aus Staudernheim in Holzschuhen mit Hochprozentigem an. Zuvor schickte der Köhler „Feuerwasser“ in den Schlund des Meilers auf die eingefüllte Glut. Wenn der Branntwein genug Alkohol hat, gabs gewöhnlich eine Stichflamme. „Raulicher Schnaps“ rief der Köhler am Vatertag enttäuscht aus, weil der Alkohol sozusagen als Brandbeschleuniger versagte...

Bild 2372: Landrat Franz-Josef Diel als Taufpate, Köhler Hermann Gimbel und Köhlerliesel Marina Zahn auf dem Meiler Bild 2373: Die Glut wird hochgebracht, das Holz im Meiler damit angezündet... Bild 2374:...abschließend wird auch der Kegel luftdicht mit Gras verschlossen!

   Bereits um das 6. Jahrhundert vor Christus wurde in der Region Eisen geschmolzen. Die Meilerköhlerei und der Beruf des Köhlers zählen zu einer längst vergessenen Handwerkszunft. An einem Tag mussten sechs Mann einen Meiler erstellen, mit abgestochenem Graswasem zubauen und anzünden. Nachdem der sechste Meiler schwelte, konnte die Holzkohle gewöhnlich aus dem ersten Meiler abgekühlt und geerntet werden, berichtete Köhler Hermann Gimbel aus Fischbach bei Kaiserslautern mit seinen Helfern den etwa 50 Zaungästen im Freilichtmuseum. Die Arbeit war schweißtreibend. Bis man zum Köhler wurde, war man Kohlenknecht. Bei der Glasherstellung und Erzgewinnung, überall dort, wo man hohe Temperaturen benötigte, war Holzkohle erster Energielieferant, bis sie vor gut 150 Jahren von der Steinkohle abgelöst wurde. Holzkohle ist „Schwarzes Gold“, dem beim V-förmigen „verschwelen“ von unten nach oben unter Luftabschluss über 80 Prozent Feuchtigkeit entzogen wird. Weil viel Zeit bei der Meilerei im Wald verbracht wurde, begegnete das gemeine Volk dieser Zunft oft mit Vorurteilen. Erzählungen verbinden mit dem Köhler Geheimnisvolles, weshalb er oft als „schwarzer Mann“ bezeichnet wurde, der die meiste Zeit im Wald in seiner Köhlerhütte verbringt. Heute stehen im Nachtigallental in diesen Tagen Wohn- und Bauwagen. Lehrreiche Videofilme mit Wolfhart Dhonau aus Meddersheim als Sprecher nehmen die Besucher mit in längst vergessene Zeiten der Meilerei..... 



Generationswechsel in der Kupferkanne

BAD SOBERNHEIM. Nach monatelanger Umbauphase öffnet das Restaurant „Kupferkanne“ in der Berliner Straße 2 am 1. Mai wieder seine Pforten. Eine offizielle Einweihung soll Ende Mai nachgeholt werden. Über die Woche war die „Kupferkanne“ in der Berliner Straße noch eine große Baustelle: „Heller, freundlicher und zeitgemäß“ soll sie werden, Fußboden und Theke sind wie sanitäre Anlagen und das gesamte Inneninterieur neu, und auch ein neues Firmenlogo wird es geben.

Bilder 2308 / 2309 Mai 2010

Nach 34 Jahren im Gaststättengewerbe übergibt Gerhard Wahl und seine Frau an Sohn Patrick. Viele Jahre war Wahl Sprecher des örtlichen Hotel- und Gaststättenverbandes. Er betrieb fünfeinhalb Jahre die Monzinger Festhalle, bevor er 1981 die „Kupferkanne“ eröffnete. Am 1. Mai übernimmt nun Sohn Patrick (36) mit Lebensgefährtin Doreen Laabs nach 20 Wanderjahren und will hier sesshaft werden. Sohn Mika ist sechs Monate. In Freudenberg im Schwarzwald geboren, lernte Patrick Wahl in Frankfurt direkt am Main in Stadtmitte im Weinhaus „Brückenkeller“ Koch. Nach seiner Bundeswehrzeit im Offiziersheimkasino auf dem Bad Sobernheimer Dörndich zog es ihn für zwei Winter- und eine Sommersaison ins Hotel Post nach Lech am Arlberg. Dies ist die Winterresidenz der niederländischen Königin Beatrix, die er unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen bekochte, und ihm Security -Personal in die Kochtöpfe schaute. Im Stuttgarter Restaurant „Fäßle“ wurden schwäbische Küchenschmankerl gekocht. Frankfurt und das Schloss Reinhartshausen in Eltville-Erbach im Rheingau waren weitere Stationen. 

Von dort ging es ins Wellness- und Golfhotel Schmallenberg ins Sauerland, wo er seine Partnerin Doreen Laabs kennen lernte. Sie hat einst im „KdW“ (Kaufhaus des Westens) gelernt. Als Köchin arbeitete sie in ersten Adressen in Husum, am Timmendorfer Strand, in Krefeld sowie mehrere Jahre in einem italienischen Gourmetrestaurant in Königstein im Taunus. Als eingespieltes Team arbeiten beide gemeinsam zuletzt im Nassauer Hof in Wiesbaden, im Hotel „Nägler“ in Oestrich-Winkel sowie im Schloßhotel „Monrepos“ in Ludwigsburg als Küchenchefs. Zwischendurch absolvierte Patrick Wahl in Wiesbanden die Prüfung zum Küchenmeister. In der Felkestadt wollen die beiden ihr erfolgreiches Wirken fortsetzen und sehen die Übernahme der Kupferkanne aus Herausforderung. Neben Weinen aus der Region wurde das Angebot mit internationalen Rotweinen ergänzt. Die Speisenkarte bietet deftig-regionale Küche mit mediterranem Einschlag. Es wird Schweinefilet am Spieß mit Gnocchi, vegetarische Leckereien, und als Besonderheit geschmorte Ochsenbäckchen geben. Sonntags-Brunch ist angesagt und natürlich bleibt auch das Oktoberfest im Programm. Besonders ruhig kann man im Biergarten sitzen, es gilt die gleiche große Karte und wird das volle Programm wie im Restaurant serviert. Jeweils 60 Plätze gibt es drinnen und draußen.



NACH den 5. Holztagen zog sich Frank Nickel zurück!

HOCHSTETTEN-DHAUN. Staatssekretärin Jaqueline Kraege fungierte bei den fünften Hochstetter Holztagen rund ums Bürgerhaus Horbach im wahrsten Sinne des Wortes als „Schirmherrin“. Die Pflanzen könnten den Regen gut gebrauchen, trotzten alle bei der Eröffnung der Holztage und dem obligatorischen Rundgang am Samstag der Witterung trotz Ärgernis etwas Positives ab.  Ausrichter Frank Nickel hörte mit Helferteam die Aufforderung der Forststaatssekretärin „…machen Sie weiter so!“ allzu gerne. 

Querbeet könne man geballte Infos von Experten aus erster Hand zum Thema Holz als nachwachsender Rohstoff und Energieträger im Bereich Bauen und Sanieren, Wohnen, Leben und Heizen, anbieten. Kraege stellte die Co2 Neutralität, regionale Verfügbarkeit und das Fundament der Wertschöpfungskette aus jährlich fünf Millionen Kubikmeter Holz landesweit in den Fokus ihrer Rede und lobte die landesweit größte Veranstaltung ihrer Art. 50.000 Beschäftigte in 8.500 Betrieben im Sektor Forst, Holz und Papier erwirtschaften eines Jahresumsatz von über acht Milliarden Euro, die Branche steht damit in Sachen Wirtschaftskraft mit dem Fahrzeugbau an zweiter Stelle. Entlang des Nahedamms standen schwere Traktoren: „Produzieren da, wo das Material anfällt“, wurde anschaulicht demonstriert. 

460 PS starke Schlepper und Maschinen schredderten bis 40 Zentimeter dicke Baumstämme in Nullkommanichts wie von Geisterhand. Holzhackschnitzel für Bio-Heizkraftwerke seien stark nachgefragt, landesweit werden 46 neue Anlagen 2010 in Betrieb gehen, erklärte Frank Nickel. Stark vertreten waren die heimischen Forstämter, innovative Firmen mit kreativen Ideen oder Dienstleister. Von Holzspaltern, Holzöfen, Häckslern, Heizsystemen, mobilen Sägewerken, Holzverarbeitungsmaschinen bis hin zu Kreativschnitzern und Dekorartikel gab es viel Neues zu entdecken. 

Linkes Bild:  Bernd Gehres, sein Chef Joachim Fey und Jaqueline Kraege

 Experten standen Rede und Antwort, etwa Udo Kopp vom „BioWärme“- Zentrum Rheinland-Pfalz in Simmern: „Petrus gibt uns die Energie kostenlos, die Sonne schickt uns keine Rechnung“, 42 Prozent des Landes seien vom Wald bedeckt. Udo Kopp wurde nicht müde, bei den Besuchern über die vier „E´s“ zu werben: Einsparen, Effizienz, Erneuerbare Energiequellen ausschöpfen. Jeder Konsument müsse „seinen Königsweg“ finden und individuell prüfen, wie Kosten gespart und gleichzeitig Klimaschutz unter den Aspekten ökonomisch verlässlich, ökologisch tragfähig und sozial verträglich, praktiziert werden könne. Nach Medienberichten (Kopp zitierte das Handelsblatt) steige mittelfristig der Ölpreis auf über 150 Euro pro Barrel (159 Liter). Unter den Ausstellern der 1976 gegründete Waldbauverein Nahe-Glan. Seine 250 Mitglieder sind Privatwaldbesitzer und als Forstbetriebsgemeinschaft nach dem Bundeswaldgesetz anerkannt. Sie suchten geradezu das Gespräch mit den Besuchern. Der Bad Sobernheimer Vorsitzende Klaus Schick kritisierte „katastrophale unzumutbare Wegeverhältnisse“. Dies sei mit ein Grund, weshalb nur zehn Prozent der 4.300 Hektar Privatwald bewirtschaftet und aufgearbeitet werden kann: „Stellen sie sich vor, sie haben einen Garten, und können da nicht ´rein“, untermauerte Schick. 

Bilder von oben 2299-2300-2301: Information stand an erster Stelle Nr.2302: Schweres Gerät kam auf den Hochstädter Nahewiesen zum Einsatz Bild 2303: VG Bürgermeister Werner Müller bei den Schornsteinfegern!

Zu aktuellen Themen wurden in kleinen Gruppen gefachsimpelt. Staatssekretärin Julia Klöckner erinnerte an 2011, wo die Vereinten Nationen das Jahr des Waldes proklamierten und an das zurzeit mit Experten überarbeitete Waldgesetz. Da wurde Klimawandel ebenso kontrovers debattiert wie das geplante neue Landesjagdgesetz oder das am 22. März in Kraft getretene verschärfte Bundesimmissionsschutzgesetz über Kleinfeuerungsanlagen. Die fünften Hochstetter Holztage litten vor allem am Samstag unter der Witterung, potentielle Kunden. Besucher scheuten den Rundgang auf der 20.000 Quadratmeter Freifläche trotz weich „gepolstertem“ Hackschnitzeluntergrund. Infostände lockten, Arbeitsabläufe mit Harvestern oder Rettungseinsätze wurden demonstriert. Motorsägen surrten und schnitzen vor den Besuchern Figuren, die gestern Nachmittag für einen guten Zweck versteigert wurden. 


 NICHTS IsT UNMöGLICH: "Kauft Toyota"- sagte einst die Grüne Renate Künast

 HOCHSTETTEN-DHAUN. Blitzlichtgewitter, Kameras und aufwändige Beleuchtung bestimmen das Bild, wo sich sonst interessierte Kunden neueste Fahrzeugmodelle ansehen. Fünf Tage lang bildet das Autohaus Dinig in Hochstetten-Dhaun die Kulisse für eine neue, bundesweite Toyota Imagekampagne. Während die Akteure hinter der Kamera Künstler von Rang und Namen sind, agieren davor echte Newcomer: sämtliche Darsteller sind Mitarbeiter von Toyota Autohäusern in Deutschland. Die Schlussszene eines weltweit ab dem 1. Mai ausgestrahlten Werbespots des Autobauers Toyota an der Nahe war außergewöhnlich. 

Bild 2266: Laura Bertram (v.re.), Petra Bunn-Beyer +Mario Basile vom Service- und Verkaufsteam Toyota-Dinig, 

Bild 2267: Am "Set"-  über 100.000€ Kameras kommen aufs Stativ, Beamer und Tele-Prompter werden platziert

Nr:2268: Dicke Scheinwerfer sorgen für taghelle Räume und stehen im Autohaus rundherum- Großer Zirkus eben...  

Mit dabei: Die beiden Prototypen als Weltneuheiten „RAV 4“ und der „Auris Full Hybrit“. Geheimnisvoll gehütet wie ein Augapfel kamen die einstigen Erlkönige mit hochmoderner Innenausstattung in neumodisch- sättigenden Signalfarben ebenso wie das weitere Equipment in verschlossenen schweren Lkws. „Großen Zirkus“ nannten die Mitarbeiter selbst ihre Session mit „Foto-Shooting“, den Filmaufnahmen für Videoclips, Internet-Werbespots oder Trailer. Das ganze Team ist verkabelt, viele  leistungsstarke 18 KW-Scheinwerfer werden aus eigenen Stromaggregaten gespeist und wie von Geisterhand gesteuert.  Die 55-köpfige Promotion- Crew setzte sich aus Werbe- und Marketingstrategen, Regisseuren, Kameraleuten aus ganz Deutschland sowie externen Spezialisten zusammen, gestern kamen weitere 20 Schauspieler, Verkäufer, Kundendienstmitarbeiter und Komparsen zum „Set“. Alle Beteiligte wurden zuvor „gecastet“, weiter mussten professionelle Agenturen und Meinungsforschungsinstitute ihr okay geben. „Familiär, modern und am Puls der Zeit“ wolle man sein, erläuterte Ingo Kahnt, Leiter der Kommunikation und Sprecher von Toyota Deutschland. „Ihr Toyota ist auch mein Toyota“ ist die zentrale Idee einer neuen Imagekampagne. Damit werde die Firmenphilosophie der ganzen Toyota-Familie in einem repräsentativen Querschnitt untermauert, um relativ authentisch nah „am Kunden und am Puls der Zeit zu sein!“ Toyota sei Weltmarktführer in Sachen umweltschonender Hybrid- Technologie und geringem Verbrauch. Effizienz werde groß geschrieben, der Toyota Prius trage als sauberster Benziner das Goldene Lenkrad in Grün. Klare Ansage:  Der erste Eindruck müsse Kaufinteresse wecken. Auch das Hochstetter Autohaus Dinig musste eine aussagekräftige und qualifizierte  Bewerbung ablegen. Die Lage mit Lichtdurchflutenden Räumen sei idealer Standort in ländlicher Idylle samt einladendem Umfeld. Aufgrund positiver Bewertung in Sachen Kundenservice wurde der Betrieb mit 22 Mitarbeitern, der seit 35 Jahren Partner von Toyota Deutschland ist, für die Schlussszene ausgewählt: „Wir sind natürlich stolz, mitwirken zu dürfen!“, sagte Firmenchef Hans Jürgen Dinig. Der Aufwand ist immens: Für eine Minute werde oft länger als ein Tag lang gedreht. Im neuen Werbespot wird die ganze Bandbreite von der Entwicklung mit umweltschonenden Ressourcen über die Testphase, Produktion, bis hin zur Fahrzeugübergabe mit kundenfreundlichem Service authentisch von Kunden und Firmenmitarbeitern dargestellt. 



Drei Handwerksmeister kennen noch Altes Handwerk

REGION.OTZWEILER / KIRN./ KAPPELN. Die drei Handwerksmeister Jochen Barth, Guido Kleyer und Stefan Weiß arbeiten als Individualisten und Kumpels eng zusammen und starten voll durch. Jeder als „Ein-Mann-Betrieb“, bewahren sie alt überlieferte Traditionen, Zunft und Handwerkskunst. Auf der Meisterschule des Handwerks in Kaiserslautern haben sie in diesem Millennium die Prüfung mit Bravour abgelegt, und jeder hat trotz „Flaute in der Baubranche“, trotz „überproportional steuerlicher Belastungen der Leistungsträger“, trotz düsterer Zukunftsprognosen und –perspektiven seit 2001 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und nie bereut!

Bild 1728: Jochen Barth, links Bild 1729: Guido Kleyer, rechts Bild 1730: Stefan Weiß, rechts

     Sie helfen sich aus und ergänzen sich ohne Konkurrenzneid bei vielen Baustellen der Region wie in der Seesbacher Kirche, in Heimweiler oder der Martinsteiner Gänsmühle. Beim „Tag des Holzes“ in Hochstetten und jüngst beim Dorffest in Kappeln mit tausenden Besuchern hatte das Trio einen Gemeinschaftsstand. Hunderte blieben stehen und staunten. Filigrane und individuelle Handarbeit in Sandstein oder Eichenholz ist auch in „Geiz-ist-Geil-Zeiten“ hoch angesehen und geschätzt. „Unsere Frauen haben alle einen festen Beruf!“, räumte Steinmetz-und Steinbildhauermeister Jochen Barth (30) schmunzelnd und nicht ohne Hintergedanken auf mehrfache Nachfragen mit dem Vorurteil „...Handarbeit ist unbezahlbar“ als größtem Hindernis und Hemmschwelle auf.....  Der gebürtige Meckenbacher wohnt in Kirn, hat seit Jahresbeginn in Hochstetten-Dhaun den Alten Bahnhof zu seiner Werkstatt gemacht. Naturstein als Material genieße Ewigkeitsanspruch: „Ein Grabmal entsteht nicht allein, weil ein Mensch gestorben ist, sondern weil er gelebt hat“, sagt Jochen Barth ;- er definiert neue Gestaltungsansätze und will für die Hinterbliebenen Orte des Trostes und individuelle Stätten der Erinnerung schaffen. „Sauber geschafft. Ia ehrliche Handwerkskunst“ das hören sie alle gern, das sei ihre beste Visitenkarte. 90 Prozent ihrer Aufträge erhalten sie durch Mundpropaganda. Die drei sind Individualisten, filigrane Meister alter Schule. Aber kann man von Komplimenten leben? Ja sagen sie, dank ihrer Partnerin! Die wirtschaftliche Lage sei sehr schwierig, die Region Strukturschwach. Durch Kurzarbeit werden private Aufträge storniert oder zeitlich geschoben. Einziger Lichtblick oft für Investoren: Die Förderung im Rahmen der Dorferneuerung.

Stefan Weiß: "Hab Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, Neues zu wagen...." Zimmerer Guido Kleyer: "Gut geschafft...", das hört man gern! Jochen Barth: Ein Grabmal entsteht nicht allein, weil ein Mensch gestorben ist....

    Keine Komplimente gibt’s zum Tag des Offenen Denkmals: „Rheinland-Pfalz ist gegenüber Thüringen, Sachsen oder Bayern in der Denkmalpflege Entwicklungsland!“, sagt die langjährige Lebenspartnerin von dem Kappeler Tischlermeister Stefan Weiß (36), Restauratorin Anne Büttner, mit Nachdruck und ohne Kompromisse. Über etwas anderes macht sich Berufsschul-Lehrerin Natalie Krämer, seit neun Jahren mit dem Heimweilerer Zimmerermeister Guido Kleyer (41) liiert, Gedanken: „Das Wissen über Tradition und alte Handwerkskunst bleibt in der Schule!“. Früher waren alte massive Türen nur halb so dick wie heute, Schlösser meist aufgesetzt. Bei heutigen Energieverordnungen, DIN, Euro- und EC-Sicherheitsnormen bleibe Kreativität, jene uralt überlieferten Praktiken, meist Wunschdenken.  „Der Blick in den Geldbeutel setzt die Maßstäbe“, bedauert das Trio. Dies wurde beim „Tag des Holzes“ in Hochstetten sichtbar, wo dicke und industriell gefertigte Kunststofftüren als Meterware dominant waren. Künste am Bau, wie sie noch vor dem Krieg bis 1940 praktiziert wurden, mit Dachüberstand, Schrägen als Windschutz, Wetterschenkel oder Wassernasen als Profil gingen verloren, würden gänzlich ignoriert. Altertümliche Holzverbindungen, Holznägel oder Holzzapfen bis hin zum konstruktiven Holzschutz? Keine Nachfrage. In Neubaugebieten gehe der Stil ganz verloren, das Abheben aus der Masse sei völlig aus der Mode gekommen: „Nur was billig auf dem Markt ist, wird verbaut. Dabei sind Türen und Fenster das Gesicht eines jeden Hauses, sinnieren sie. Jeder muss kämpfen, aber jeder hat seine Nische gefunden. „Habe Ehrfurcht vor dem Alten, und Mut, das Neue zu wagen!“, diesen Leitgedanken des Jugendstil-Architekten Joseph Maria Olbrich beflügelt den Kappeler „A-Capeller“-Solisten Stefan Weiß (36), der seine ganze Schaffenskraft quasi wie ein Brückenbauer zwischen Alt und Neu versteht. „Die Natürlichkeit des Holzes zu erhalten, die Oberfläche auf Naturharzölbasis oder mit historischem Lacke wie etwa dem Schellack veredelt, wird der Werkstoff Holz mit der Zeit immer schöner“ ist sein Credo.



Weißer Blitz seit über 50 Jahren im Dienst am Kunden!

   KIRN. Auf der Kirner Kerb ließ sich Rolf Kirsch aus Sien vom TV- bekannten Schlagerduo Moni und Anni in die Arme nehmen und feierte sein ganz persönliches Jubiläum. Seit 50 Jahren kellnert er profimäßig und vor 40 Jahren auf der Kirner Kerb hat er seine Frau Leocadia kennen gelernt. „Nur ganz wenig ältere Kollegen seiner Zunft, die so lange durchhalten“, gebe es noch, lobte Festzeltwirtin Hanne Jost. Rolf Kirsch weiß im sprichwörtlich- doppelten Sinne, wo „der Barthel den Most holt“. Er kann viel erzählen aus fünf Jahrzehnten. Schon 1953 habe der heute 68-jährige  sprichwörtlich als „Tellerwäscher und Gläserspüler“ in Restaurationszelten angefangen, nur vom ganz großen „amerikanischen Traum vom Tellerwäscher zum Millionär hat es nie gereicht“, zieht der Siener eine ganz lange, aber zufriedene Berufsbilanz. Als Kellner begann er 1956, als ein Glas frisch gezapftes Bier noch 35 Pfennig kostete.

Bild 1081:Moni Wieser aus Lambrecht + die pfälzischen Jodelkönigin Anni Wagner  aus Weidenthal nehmen den weißen Blitz in ihre Mitte- man kennt sich eben!  Bild 1082: Familie Rainer Hüsch aus Becherbach mit ihren Zwillingen auf der Kirner Kerb vor dem Schwarzwaldhaus und einem wunderschönen doppelten Regenbogen. 

    Geboren in Hoppstädten- Weiersbach lernte der Bub im Stadtteil Idar, da, wo heute die Edelsteinbörse steht, bei Hartmann/Papke Metzger. Später verdingte er sich auf dem Bau, fünf Jahre im Bergbau oder im erlernten Beruf. Rolf Kirsch kam viel `rum: Auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart, beim Wormser Backfischfest, dem Dürkheimer Wurstmarkt oder beim Speyrer Brezelfest machte er sich einen Namen: „Schick mir den Rolf oder drei andere“ hätten Vermittler ihn angefordert, ohne dass er im Rückblick auf den Putz hauen oder sich rühmen will. „Aber es war so! Aufgrund meiner sauberen Kleidung wurde ich unter Kollegen auch der `weiße Blitz` genannt. Ich hatte immer gereinigte Kleidung in petto“, sinniert er. Fleißig, freundlich, flink und flott seien die Anforderungen definiert und das A und O gewesen. „Mann, was gab es damals noch für Geld zu verdienen, 600 bis 700 Mark an einem Abend in der Rhein- Main- Halle in Wiesbaden oder der alten Oberpostdirektion in Heusenstamm“. Nicht selten sei er auch halber Bodyguard gewesen, als er etwa den bekannten Tele-Tierdoktor Prof. Grzimek, den jüngst verstorbenen früheren hessischen Ministerpräsidenten Holger Börner, Roland Kaiser oder Costa Cordalis ganz persönlich bediente, auch heutige Schlagersternchen wie Gabi Albrecht, Gabi Baginski oder Mara Kaiser kennt er. Rolf Kirsch kommt gerne nach Kirn. Hier wohnte er, hier lernte er auf der Kerb am 17. August 1966 seine Frau Leocadia kennen, die vier Kinder mit in die Ehe brachte und mit der er seit 39 Jahren glücklich verheiratet ist. Er wohnte in Oberhausen, in Griebelschied und seit sieben Jahren in Sien, wo heute die Gartenarbeit, der Häuslebau und das Kegeln seine Hobbys sind. In Kirn kann er sich noch an Zeiten erinnern, als in 100 Meter langen Festzelten auf Kyrau auf den beiden Stirnseiten im Festzelt zwei Bands spielten und über 40 Kellner auf der Kerb servierten. „Das Bier floss in Strömen“, erinnert er sich. Eine Polonaise durchs Festzelt dauerte eine halbe Stunde, alle machten mit. Und gabs auch Trinkgeld? „Klar, wurde damals eher aufgerundet, der Portemonnaie saß lockerer“, trotz gespendeter Fässchen und Tischrunden, die an der Tagesordnung waren. Seit es Glaspfand gebe, nähmen die Runden rapide ab. Und als der Euro kam, sei es auch mit Trinkgeld ganz schlimm gewesen, langsam normalisiere sich das wieder, die Kunden honorierten wieder mehr die Leistung. Und was ist in fünf Jahrzehnten im Job anders geworden? „Die Zeiten haben sich verändert, generell.“, sagt der Rentner verschmitzt: „Früher nahm man Händeweise Bier und rannte los, kam nicht weit“. Heute gebe es zu viele Sorten, Light, Mix- und Mischgetränke, das Essen wurde vielfach aus Zelten „ausgelagert“. Dennoch: Den „weißen Blitz“ kennt man in der Region. Er hat sich seinen Humor bewahrt: Niemand musste auf der Kirner Kerb lange warten, und keiner ist verdurstet..... Bernd M. Hey.       


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KREIS KH: Fleischer nehmen im Juli in Bad Kreuznach am Rheinland-Pfalz-Tag teil. 

Neue Verpackungsverordnung tritt in Kraft - EU-Zulassung nur bis Ende des Jahres 

Bild253:Im Schlaraffenland: Fleischer des Kreises im Freilichtmuseum Sob Bild 254: Aus der TV-Werbung Andreas C. Studer f-Experte Bild 255: Hat sich als Bestes Werk bewiesen!  256: Fleischermeister Bernd Hey machte Werbung in eigener Sache!

   BAD KREUZNACH. Während der Herbstversammlung in der Kreishandwerkerschaft erinnerte der Obermeister der Fleischer-Innung, Wolfgang Lautenbach, die Mitglieder auf die wesentlichen Inhalte der ab 1. Januar 2009 in Kraft tretenden neuen Verpackungsordnung. Jeder, der mit Ware gefüllte Verkaufs- oder Serviceverpackungen in den Verkehr bringt, muss diese bei einem Dualen System (beispielsweise „Grüner Punkt“ oder andere) lizenzieren lassen. „In den Verkehr bringen“ nennt quasi das Abgeben der verpackten Lebensmittel an den Kunden. Nicht alle Verkaufs- oder Serviceverpackungen müssen beim gleichen Entsorgungssystem lizenziert sein, die Möglichkeit des preisgünstigsten Anbieters bleibt gewahrt. Am einfachsten können Fleischereibetriebe die Lizenzierung auf den Hersteller, Vertreiber oder ihres Lieferanten übertragen. Anders als bei den Bäckern, bei denen noch Klärungsbedarf besteht und die mit einer Klage bei der EU anhängig sind, bestehen bei Fleischereibetrieben keine Ausnahmemöglichkeiten. Erneut wurde auf eine korrekte Abfalltrennung hingewiesen. Grund: Im Kreis Bad Kreuznach wurden vor Monatsfrist durch die Kreisverwaltung Papiertonnen aufgestellt, die alle Haushalte mit geschätzten 500.000 Euro jährlich im Gebührenhaushalt entlasten soll. Altpapier ist somit ein nachgefragter Wertstoff. Weiteres Thema: Die Umsetzung der EU-Spezialverordnung 2073, sowie die damit verbundenen Eigenkontrollen und die zum Jahresende 2009 auslaufende Übergangsfrist für fleischerhandwerkliche Betriebe auf EU-Zulassung. Hier hat die Kreisverwaltung Bad Kreuznach mit Dr. Petra Bänsch und Dr. Martin Olbord schwerpunktmäßig zwei ausgewiesene Experten, die in die Betriebe gehen, diese vorbereiten und „zukunftsfit“ machen sollen. Generell gilt: „Dokumentation ist das A und O. Wer bisher den Konzeptordner des Deutschen Fleischerverbandes `Hygienepraxis, Eigenkontrolle, Dokumentation` anwendete und keine Probleme hatte, hat auch in Zukunft keine!“, brachte Geschäftsführer Gerhard Schlau von der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück Nachfragen auf den Punkt. Problem seien oft baulich zu lösende Mängel, wie etwa defekte Fliesen. Überzeugend und absolut positiv wurde über die Mitgliederversammlung des Deutschen Fleischer-Verbandes und des Fleischerverbandes Rheinland-Rheinhessen berichtet. Die Verbandsarbeit und die vom DFV-Präsidium erarbeiteten Grundsatzpositionen samt Jahresbericht seien vorbildlich. Die Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere die Gemeinschaftswerbung mit Marken-Artikeln aus dem Fleischer-Fachgeschäft unter dem Slogan „Hier kaufe ich“ mit Spitzenkoch Andreas C. Studer sei optimal gelungen, hier habe man einen „Glücksgriff gelandet“. Von allen erwachsenen Einwohnern haben 40,2 Millionen die Spots des DFV mehrfach gesehen. Monatlich haben die Bad Kreuznacher Fleischer-Innungsbetriebe Rücklagen für ganzseitige Weihnachtswerbung in regionalen Tageszeitungen zurückgelegt, und auch da soll der hohe Bekanntheitsgrad und das Konterfei des Spitzenkochs Studer neben dem F-Zeichen im Layout integriert werden. In diesem Jahr ist die Kur- und Badestadt Bad Kreuznach vom 3. bis 5. Juli 2009 Ausrichter des Rheinland-Pfalz-Tages. Insgesamt werden an den drei Tagen auf zahlreichen Bühnen und Aktionsflächen bis zu 350.000 Besucher erwartet, im großen Festzug wollen bis zu 150 Gruppen dabei sein. Trotz enormer Arbeit in den Wurstküchen wollen die Fleischer alle Senioren, Rentner und Kräfte mobilisieren und mit einem Stand und einer Fußgruppe in origineller Kleidung, mit Spalter und Standarte sowie kleinen Snacks diesen Tag mitgestalten und sich mit den Bäckern optimal präsentieren. Schriftliche Genesungswünsche gingen an Ehrenobermeister Robert Balzer (Bad Kreuznach). Für fast zwei Jahrzehnte vorbildliche Arbeit sprach die Versammlung Lehrlingswart Franz Reusch (Langenlonsheim) Dank und Anerkennung aus. Zu seinem Nachfolger ist Kai Udo Roth (Feilbingert) ernannt. Goldene Meisterbriefe haben August Schmidt (Weiler bei Monzingen) und Erwin Jüsch (Norheim) erhalten.


 
Handwerk stark im Wandel:

Bild 1236: Preisskat im Gesellentreff im Dhauner Wald kurz vor dem Karlshof ! Demnächst hier ausführlich mehr!

 KIRN-LAND.  Kirner Handwerks-und Gesellenverein feierte 2005 sein 125-Jähriges Jubiläum und ist so einmalig!  „Ich hätte niemals geglaubt, dass ich mit meiner Hände Arbeit kein Auskommen mehr hatte“, mit diesen Worten kommentierte bereits im Jahre 1990 treffend der damalige Vorsitzende des Kirner Handwerks- und Gesellenvereins Hans Zahn anlässlich dessen 110. Geburtstages den Niedergang der Kirner Lederwarenindustrie Ende der 80er Jahre durch Billigimporte aus Fernost. Worte die nachdenklich machen und vielen Handwerksmeistern seit 2004 aus der Seele sprechen. Massenentlassungen durch Standortverlagerungen ins billigere Ausland sowie Gewinnmaximierung bei Kapitalgesellschaften ziehen den Arbeitnehmern und Konsumenten den Boden unter den Füßen weg, mit über 40.000 Insolvenzen 2003 ist längst nicht die Fahnenstange erreicht. Trotz allem Optimismus lässt sich mit Schönreden keine Stromrechnung bezahlen. Bei der Abschlusskundgebung der ersten „Woche der SPD“ im Simmertaler Evangelischen Gemeindehaus stellte Fritz Rudolf Körper die Banken und die Kapitalunterdeckung an den Pranger: „Wenn die kleineren und mittleren Unternehmen 200.000 Euro für eine Geschäftsgründung brauchen, verlangen die Banken Sicherheiten für 250.000 Euro“. Das war vor fünf Jahren, 2008 kam die Bankenkrise, 2009 stecken wir mitten in einer Weltrezession mit Kurzarbeit und Stellenabbau. 




 

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