Heylive.de kommt "NEU" auf Typo 3...-stop-...Neues Outfit- neues Design- neue Inhalte...-stop-...Kein Scherz: Start ist spätestens im Januar 2011...-stop-...Lesen Sie unter `Archiv` dann "Heylive-Heylights" was User schreiben und was uns so anspornt!...-stop-...Besinnliche Vorweihnachtszeit!...-stop-...!

Home
Aus den Gemeinden
Lokales
Leute von nebenan
Blaulicht und Blitzlicht
Politik & Wirtschaft
Schule
Kunst & Kultur EXTRA
Sport
Muse und Meinung
Tipps & Lifestyl
Archiv
Kontakt
Impressum
AGB  

Counter

 

Nachgefragt bei Leute nebenan Firmenportrait Beruf und Handwerk

Klicken Sie links weitere Themen oder oben weitere Archivseiten an!


Hier sollte später einmal ihre Werbung stehen!!!

super Preiswert- effektiv hoch3

und mehrfach verlinkt !!!

Hier muss ihre Firma stehen- unbedingt !!!

Hier muss ihre Firma stehen- unbedingt !!!

Soviel preiswerte Werbung muss sein-

Wer nicht wirbt- stirbt!



8 Mill.€ bei Innenstadtprojekt bewegt- REWE-Neubau eröffnet

 Der Abriss der Melsbach-Brache, die Freilegung der Disibodenberg- Kapelle, der Neubau und die Eröffnung des Innenstadt-Zentrums mit feierlicher Schlüsselübergabe am Montagabend, 19. April 2010, fand damit seinen Abschluss, und war das beherrschende Thema über Jahre in der Felkestadt. Nur solch ein überdimensionierter Schlüssel passte ins Schloss des neuen „Kundenmagneten“ Innenstadt-Zentrum: Marktleiter Klaus Reinhard (von li.), Bauunternehmer Bruno Schneider, Investor Reinhard R.P. Milferstedt von der Immobilien Treuhand Mainz, Inhaber Mike Greuloch, REWE-Verkaufsleiter-West Joachim Bolz und Chefin Andrea Greuloch.

   BAD SOBERNHEIM. 300 geladene Gäste, Mitarbeiter, Geschäftspartner aus Industrie und Wirtschaft, Planer sowie kommunale Mandatsträger strahlten und kamen zur obligatorischen Schlüsselübergabe an den Rewe-Markt. Öffentliche Mittel eingerechnet, wurden hier acht Millionen Euro bewegt. Sowohl Bauunternehmer Bruno Schneider wie Investor Reinhard R.P. Milferstedt dankten für die unfallfreie Bauphase und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Alle hätten an einem Strang gezogen. Es habe zwar schlaflose Nächte gegeben, aber beide äußerten sich „Stolz und Happy“ darüber, ein Mammutprojekt zu einer punktgenauen Landung geführt verholfen zu haben. Jede andere Stadt wäre glücklich, solch ein fußläufig erreichbares Innenstadtzentrum mit attraktiven Angeboten, Cafes und Parkplätzen in neu erbauten, energieeffizienten Vorzeigeobjekten präsentieren zu können.

Bild Nr 2292 (ganz oben) + 2293 oben: Feierlaune im neuen REWE- Markt  Bild 2294: So sah einst der Platz aus, wo heute der Rewe-Markt steht Bild 2295: Für die Regionalmarke "Soo-Nahe" wirbt Mike Greuloch (re.)

 „Danke, dass ihr für mich gebaut habt!“, rief der 38-jährige Inhaber Mike Greuloch bewegt aus. Er dankte seinen 40 engagierten Mitarbeitern, die über sich hinausgewachsen seien. Der Unternehmer selbst habe viel investiert und sei nach seinem Lebensmotto „In der Ruhe liegt die Kraft“ stets Fels in der Brandung gewesen. Marktleiter ist das felkestädtische Urgestein Klaus Reinhard, der sein Metier einst bei „Top Markt“-Kaufmann Helmut Kochendörfer von der Pike auf gelernt hat. REWE- Konzern Verkaufsleiter Joachim Bolz erklärte, man halte am modernen vier Säulen-Konzept fest: Qualifizierte Mitarbeiter, Frischeorientierung, breites Sortiment bei niedrigem Preiseinstieg und inhabergeführte Erlebniseinkaufsmärkte. So wurde bei der Schlüsselübergabe von der Bäckerei „Die Lohners“ frisches Backwerk gebacken, während sich vor dem Markt der Spießbraten am offenen Feuer drehte. Dafür sorgten Helmut Hehner und Thomas Wolf vom Regionalbündnis: „SooNahe“ war mir noch nie so nahe, dankte Vorsitzender Dr. Rainer Lauf dafür, dass heimische Produkte in seiner Nachbarschaft kein Nischendasein fristen und an zentraler Stelle optimal präsentiert werden. Für die Stadt gratulierte Dr. Felix Welker. Unter die Vielzahl von Präsenten und Glückwünschen sowie Blumensträuße zur Eröffnung oder Spenden für die Bad Sobernheimer Jugendarbeit mischten sich auch Gisela Euler und Stefan Klußmeier, die namens der Werbegemeinschaft „So Aktuell“ Glück und Erfolg wünschten.


Lenhart baut alles in Alu, Metall und Glas

 BAD SOBERNHEIM. Erstmals nach 20 Jahren gewährte Metallbauer Lenhart im Industriegebiet der felkestädtischen FWG- Besuchergruppe Einblick in den Produktionsablauf. Mitarbeiter fertigten gerade über vier Meter hohe Doppelglasfenster als Rundbögen, die als Wärmedämmung hinter den Originalfenstern im Innern der Synagoge  eingebaut werden. 

Bild 1400: Die runden Fenster der  Synagoge, 2. v.R. Unternehmer Gerd Lenhart, links der 88-J.Emil Lenhart. Bild 1401: Profile zur Weiterverarbeitung: Auch Nobles und Massives ist gefragt und ohne Präzisionsmaschinen geht nichts! Bild 1402: Die Höhe der BadSobernheimer Synagogen-Fenster links im Hintergrund. Lenhart ist Spezialist! 

Gerd Lenhart erläuterte seine Unternehmensphilosophie: Einer der ältesten Bad Sobernheimer Familienbetriebe hat sich dank breiter Produktpalette mit kreativen Ideen, extravaganten Konstruktionen und ausgereiften Lösungen am Markt behauptet. Und auch die Zukunft ist auf wundersame Weise, ausgerechnet durch die Bankenkrise, gesichert: Jahrelang war Sohn Michael (31) Investment-Banker am Finanzplatz London. Mit dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers und der Finanzkrise in der Bankenwelt besinnt sich der Finanzstratege nun auf seinen erlernten Beruf als Bauingenieur und ergreift „Plan B“: Im Herbst kehrt er heim in die Firma, „die Nachfolge ist gesichert“, strahlt Firmenchef Gerd Lenhart sichtlich zufrieden und stolz. Schließlich gilt es, Tradition und Werte zu erhalten. Ständig habe man modernisiert, expandiert und investiert, so der 54-Jährige Firmenchef. Schon 1895 habe sein Urgroßvater mit einer Dorfschmiede in Eckweiler das Fundament gelegt. Großvater Peter Lenhart übernahm und nach dem Krieg war es Emil Lenhart, der den Landmaschinenhandel etablierte und eigene Ackerwagen konstruierte. Am boomenden Flugplatz Pferdsfeld wurde 1962 ein größerer Betrieb eröffnet und mit zweitem Standbein ein florierender Autohandel mit Reparaturwerkstatt und einer damals supermoderner Aral-Tankstelle betrieben. 1968 wurden die ersten Stahl /Aluminium-Türen gefertigt, schon vier Jahre später der Landmaschinenhandel ganz aufgegeben. Erste Umsiedlungsgespräche wegen des Lärms der Phantom und Düsenjäger am NATO- Flugplatz kamen 1975 auf und 1978 wurden die jetzigen Räumlichkeiten in der Haystraße im Bad Sobernheimer Industriegebiet bezogen. Unter Gerd Lenhart hat sich die Firma ganz auf den Metallbau spezialisiert. Es wurden Fenster-, Türen und Wintergärten aus Aluminium hergestellt. Bis heute ist der Glas-, Fassaden- und moderne Lichtdachbau oder die Herstellung von Brandschutztüren aus Aluminium Hauptstandbein geblieben. Ständig wurden Hallen, Büro- und Sozialräume erweitert, 2008 ein Neubau mit Sozialräumen in Besitz genommen. Konstant seit Jahrzehnten zählt der Betrieb gut zwei Dutzend Mitarbeiter, zurzeit 26, darunter vier Auszubildende: „Ich will gesicherte Arbeitsplätze und den Überblick behalten“, ist das Credo von Gerd Lenhart. Mehrarbeit wird mit Subunternehmen bewältigt. Der Wettbewerb werde härter, von 28 Mitbewerbern an einem Bau in Kirchberg berichtete Lenhart. Aufträge der öffentlichen Hand sind in Zeiten der Wirtschaftsflaute begehrt, auch der Bad Sobernheimer Unternehmer knüpft Erwartungen an das Konjunkturpaket II und auf regional beschränkte, vereinfachte Ausschreiben. Bis 100.000 Euro könne die Kommune gar freihändig vergeben. So beklagt Lenhart die Auswüchse der Bürokratie, wenn eine Stadt für ein neues Fenster 50 Seiten Papier bedrucken müsse, was „dann nicht mehr lustig“ sei. Referenzen und Hochglanzfotos füllen ganze Aktenordner. Namhafte Autohäuser wie Ferrari in Wiesbaden, das Porsche Zentrum in Aachen, Scherer in Simmern, oder ein Testzentrum von Aston-Martin auf dem Nürburgring sind Prestige-Projekte, ein Mainzer Brezelbäcker, die Regionalschule in Wallhausen, oder das Lina-Hilger-Gymnasium und der ADAC in Bad Kreuznach haben dem mittelständischen Familienbetrieb beauftragt. In London wurden ein Schaufenster gefertigt. Keine Frage, Kunststofffenster haben den größten Marktanteil im privaten Wohnungsbau, aber die felkestädtischen Spezialisten sind ganz stark mit kreativen,  individuellen Lösungen in Aluminium und Glas. Ein Großkunde macht ein Drittel des Umsatzes aus, der Radius liegt im Umkreis von 250 Kilometer. „Laufend kontrolliert der TüV vor Ort die Brandschutzauflagen in den Teilen“ informierte der 88-jährige Seniorchef Emil Lenhart die Gruppe „seiner“ Freien Wähler. Das sei früher nicht so extrem gewesen und die dominante Farbe von einst, Silbergrau, sei moderner Farbenvielfalt gewichen, die in Pulverlackbeschichtung elektrostatisch aufgebracht wird. „Stopp, bis hierhin und nicht weiter!“ signalisiert eine rote Linie vor dem computergesteuerten Bearbeitungszentrum, wo wie von Geisterhand unsichtbar gefräst und gebohrt wird: „Ohne diese Präzisionsmaschine geht heutzutage überhaupt nix“ erklärt der Meddersheimer Mitarbeiter Martin Schramm. Unterdessen hat die Besuchergruppe noch einen alten Amboss und eine Drehbank gefunden, mit dem vor Jahrzehnten schon Rudi Hill seine Kochtöpfe bei Emil Lenhart plan gedreht hat....



TOYOTA DINIG stellt Spitzenreiter bei Hybridtechnik vor

Frühjahr /Sommer 2009: HOCHSTETTEN-DHAUN. Alle Welt schreckte Hierzulande auf, als vor fünf Jahren die Grüne Umweltministerin Renate Künast medienwirksam und in überregionalen Publikationen seitenweise für den Kauf von japanischen Autos warb. Damals wollte sie nur aufzeigen, wo der Schuh drückt, und dass Hybrid- Technologie ausländischer Hersteller mit innovativen Kombinationen und Antriebstechnologien weit vorangeschritten sind und gefordert Normen und Umweltvorgaben erfüllen. Alles rund ums Hybrid-Auto drehte sich nun bei einer Europa-Tour eines japanischen Herstellers im Hochstetter Industriegebiet: „Diese reine Promotions-Tour ist für unserer Image und als unverbindliche Information für unsere Kunden gleichermaßen wichtig“, sagte Firmenchef Hans-Jürgen Dinig.

Bild 1316: Egal welches Auto man fährt: Die Toyota Hybridtechnologie ist in der Fachwelt eindeutig anerkannt!

Bild 1317: Alle Fakten liegen im Querschnitt auf dem Tisch! Warum folgen deutsche Autobauer nicht nach?

Bild 1318: Nichts ist unmöglich: Es ist kein Wunder, wenn Autokäufer asiatische Spitzentechnologie wollen! 

Was macht das Elektroauto? Wohin geht der Spritverbrauch und welche politischen Vorgaben, Normen, Gesetze und Auflagen müssen erfüllt werden? Dies war ein abendfüllendes Thema. Experten gehen davon aus, dass 2050 die doppelte Menge an Energie verbraucht wird und schon 2020 mehr als 1,5 Milliarden Fahrzeuge laufen. Eine ganze Stunde lang erläuterte ein Experte den derzeitigen Entwicklungsstand, die Probleme in der Industrie, sowie die Anforderungen der Politik bezüglich Umweltverträglichkeit und Abgasnormen. In Städten und Ballungszentren sieht man häufig Hybridantriebe überwiegend in Taxis fahren und überwiegend eines ausländischen Herstellers: „Die heimische Automobilindustrie hat geschlafen und müsste mit ihrer Technologie viel weiter sein. Ich habe schon einen Termin gemacht und fahre nächste Woche das Hybridauto zur Probe“, meinten wie der Hochstetter Karl-Horst Wommer viele Gäste. Sie prangerten die Misere in der Automobilindustrie als „rückständig und hausgemacht“ an und nannten auch triftige Gründe. Wenn nämlich frühzeitig ein gesunder Wettbewerb über Hybrid-oder ähnliche Antriebsalternativen  begonnen hätte, wäre der Stand der Technik heute viel weiter und die Autos billiger, bräuchte der Staat die Autobranche nicht mit Abwrackprämien zu stützen, argumentierten viele. Bereits 1992 wurden Umweltrichtlinien zur Reduktion der Co2- Emissionen erlassen. Auch in Hochstetten erfuhren die Gäste, dass weltweit fast die Hälfte des Kraftstoffes im Leerlauf verbraucht werde. Hybrid bedeute, „ähnlich wie Pferd und Esel“ eine Zweideutigkeit, sei eine intelligente Kombination, der Leerlauf entfalle. Ein Pkw war an mehreren Stellen im Querschnitt aufgeschnitten und gab sein Innenleben preis. Benzin- und Elektromotor sowie die Batterie agieren beim Hybridauto als ein in sich geschlossenes, völlig autarkes System. Der Benzinmotor treibt neben den Rädern einen Generator an, der Strom für den Elektromotor liefert und, wenn nötig, die 31 Kilogramm schwere Batterie auflädt. Dank der Batterie kann das Auto je nach Betriebszustand auch ausschließlich vom Elektromotor aufgeladen werden und bewegt sich so bis zu einer Geschwindigkeit bis 45 Kilometer in der Stunde nahezu lautlos und absolut emissionsfrei. Dazu ist es im unteren Drehzahlbereich Leistungs- und Antriebsstark, die Beschleunigung erfolgt zügig und Schaltverzögerungen beim Gangwechsel entfallen gänzlich. Trotz Schneefall nutzten viele Gäste Probefahrten. Fazit: Die dritte Generation Hybridautos sind ganz stark: „Wir brauchen leistungsstärkere Batterien und auch das Gewicht des Fahrzeuges muss mit Verbundfaserstoffen und anderen Materialien deutlich runter“, sagte der Entwicklungsexperte, insgesamt sei man aber auf einem richtigen  und innovativem Weg  und anerkannter Vorreiter für eine gesamte Branche.



VOBA KIRN-SOBERNHEIM +VOLKSBANK NAHETAL eG FUSIONIEREN -IN KIRN SCHWERE GEBURT!

KIRN. Es war nicht leicht, sich aufzugeben: 100 Jahre Kontinuität, Vertrauen und Verlässlichkeit standen als Pfründe auf der Habenseite. Dennoch, die Volksbank Kirn-Sobernheim eG.nahm die Hürde und legte vor: Bei der Vollversammlung im Kirner Gesellschaftshaus votierten bei 273 abgegebenen Stimmen 249 für, und 24 gegen eine Fusion rückwirkend ab 1.Januar 2008 mit der Volksbank Nahetal. Dies waren 91,2 Prozent, die Messlatte von Dreiviertel Zustimmung war deutlich genommen. Zwischen den zahlreichen Geschäftsberichten, Rück- und Ausblick wurde auch Harry Allmann gedankt, der zum Jahresende auf eigenen Wunsch die Bank verließ. Leidenschaftlich wurde nach der detaillierten Erläuterung durch Gerhard Pleines der am 24. April 2008 zementierte „Verschmelzungsvertrag“ mit der Volksbank Nahetal eG (Sitz: Bad Kreuznach) geführt, und der schlug hohe Wellen.

Bild 519: Juni 2008 in Kirn:  Es war für die Mitglieder nicht einfach: Der Aufsichtsrat warb eindringlich um breite Zustimmung  520: "letzte" Ehrungen in dieser Form:  v.l. Gerhard Pleines, Hubert Schulz, Heinz Möhler, Theobald Schappert + Rudi Teuscher  Bild 521: Die Fusion ist perfekt. Später im Jahr stimmte der Partner in KH mit 100 %   und nahm den kleineren Partner auf. 

Der frühere Notar Friedrich Fischer stellte fest: „Das Klima wird unpersönlicher, Entscheidungen werden künftig in Bad Kreuznach getroffen“. Künftig sei man nur noch „Blinddarm, Wurmfortsatz“, darüber dürften schöne Reden nicht hinwegtäuschen, monierte ein Redner. Schließlich habe Kirn 2.584 Mitglieder und die künftige Volksbank Nahetal fast 30.000 und die sechsfache Bilanzsumme. Gerhard Bamberger aus Kirn sah höhere Kosten für die Kunden und bedauerte, dass 15 Mitarbeiter bei zu hohen Spritkosten Pendeln müssten. Das Bad Sobernheimer Aufsichtsratsmitglied Paul Jores vermutete in Bad Kreuznach gar „Leichen im Keller“. Die eigene Volksbank Kirn-Sobernheim sei gesund, habe bewusst „gegen ihre Mitglieder auf eine höhere Gewinnausschüttung“ verzichtet und werde ohne Not verschenkt und „geschluckt“. Der Kaufmann forderte Beratungsbedarf, weil viel Herzblut der Mitglieder und vieler Kunden dahinter steckten und er wolle sich dem künstlich aufgebauten Zeitdruck nicht beugen. Aufsichtsratschef Heinz Möhler sprach von einer Show-Veranstaltung, Jores sei Aufsichtsratssitzungen ferngeblieben und habe Internes veröffentlicht. Diesem „Privatkrieg zweier Personen“ widersprach Paula Wildberger aus Becherbach, selbst jahrzehntelang Filialleiterin in ihrem Haus im Ort, couragiert scharf: „Die Bank hat Schweigepflicht und darf hier keine schmutzige Wäsche waschen!“. Mehrere Bad Sobernheimer Mitglieder um Hans-Gert Dhonau sahen keine Alternativen, plädierten klar auf sachlicher Grundlage pro Fusion: „Es wird keine Bank weggeworfen, aber die Tendenz aufgrund der Zahlen wie verringerte Zinsspanne und Wertberichtigungen sind negativ und wir allein sind auf Dauer nicht konkurrenzfähig“.

Zuvor plädierten Heinz Möhler und Gerhard Pleines engagiert-kämpferisch und eindringlich für eine Fusion: Von Anfang an seien Gespräche auf Augenhöhe geführt worden, personell werde man in Bad Kreuznach erwartet. Die Region werde gestärkt, die Geschäftsstellen Kirn und Bad Sobernheim erhalten, die Beschäftigung aller 35 Mitarbeiter garantiert: „Hier vor Ort ist und bleibt unsere Heimat, die Zukunft an der Nahe müssen wir gemeinsam gestalten“ plädierte Möhler. Aber: Auch Banken müssten Kundenströmen folgen. Heinz Schneider vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband beurkundete die Geschäftszahlen und erläuterte die Verschmelzung, Notar Thorben Ehrenberg führte Protokoll. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, für die Mitarbeiter appellierte Helmut Hein als „Dienstältester“ an die Mitglieder und plädierte als langfristige Existenzsicherung mit Ja zu stimmen. Letztlich richtete Horst Weyand von der Volksbank Nahetal Worte an die Mitglieder. Vieles in der Diskussion sei unsachlich gewesen: Nach wie vor sei die Volksbank Nahetal keine arrogante „Stadtbank“, von dann 26 Geschäftsstellen seien 25 auf dem Land und man sei klar dem Paragraf 1 verpflichtet. Man beschäftige 250 Mitarbeiter, Erfolgsgarant im klassischen Dienstleistungsunternehmen sei der Mensch, die Volksbank Nahetal wachse jährlich um 100 Millionen Euro. „Das Vermögen bleibt Teil der Bank. Lassen sie uns an einem Strang in die richtige Richtung ziehen“, rief Weyand aus, der ab 1982 lange Jahre in Kirn arbeitete. Bei den Ergänzungswahlen wurden Heinz Möhler (Idar- Oberstein), Alfred Heinen (Oberhausen) und Bernhard Schweitzer aus Guldental im noch amtierenden Aufsichtsrat bestätigt. Für den künftigen Aufsichtsrat in der Volksbank Nahetal wurden Heinz Möhler (einstimmig) sowie Alfred Heinen, Helmut Rothenberger und Gerhard Wittmann von der Versammlung gewählt. Geehrt wurden für 50-jährige Mitgliedschaft Joachim Scholz aus Kirn, Hubert Schulz (Kirn-Sulzbach), Alfons Fey (Schneppenbach), Theobald Schappert (Abtweiler), Winfried Dreikosen (Pforzheim) und Marianne Diesinger (Saarbrücken). Die Karachi-Gruppe war einmal mehr guter Gastgeber der über 350 Anwesenden. Die Bilanzsumme der Volksbank Kirn- Bad Sobernheim stieg 2007 um 2,3 Mill. auf  96,5 Millionen Euro an, der Reingewinn ist mit 234.000 Euro (Vorjahr 238.000 Euro) ausgewiesen. Sechs Prozent daraus (87.547 Euro) werden als Dividende und im 100.Jubiläumsjahr zwei Prozent (29.180 Euro) als Bonuszahlung ausgeschüttet. 65.000 Euro fließen in die gesetzliche Rücklage, der Rest von 52.566 Euro in andere Rücklagen. Kernaussagen von Gerhard Pleines: „Die Zinsspanne, das Ergebnis aus Zinsertrag und Zinsaufwand, hat sich um 130.000 Euro verringert und geht weiter zurück. Zunehmende Bürokratie belastet, der Wettbewerb wird schärfer, die geringere Ertragskraft wird zum Problem und lässt kaum Luft zum überleben“. Die Zinsspanne ging von über drei Prozent 2004 auf voraussichtlich 2,5 Prozent dieses Jahr zurück und verringert das Betriebsergebnis deutlich. Die Bank habe keine Wertpapiere im Depot, die von der Subprimkrise betroffen seien. Gesamteinlagen betragen 83,632 Millionen Euro, Ausleihungen 56,448 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist mit 6.410 Millionen Euro angegeben: Geschäftsguthaben 1.482 Millionen Euro, 1,4 Millionen Fonds für allgemeine Risiken und 3,562 Millionen Rücklagen.



Sun Alloys Europe gegrüßte euphorische junge japanische Elite

Bild 929- 2007: Besuch aus Japan war zu Gast und die Gäste waren mehr als nur begeistert! Bild 930: Die Japaner werden die Deutsche Gastfreundschaft so schnell nicht vergessen!

 BAD SOBERNHEIM. „Sport verbindet uns“: Seit 1974 existiert ein reger Sportaustausch der Deutschen Turner Jugend mit japanischen Gleichaltrigen, die in ganz Deutschland in sportbegeisterten Gastfamilien untergebracht sind; - eine Delegation war in der Felkestadt zu Gast. Seit 1991 arbeitet Michael Fichtel aus Hargesheim in Bad Sobernheim. Sein Sohn ist Mitglied in der 400 Mitglieder starken Judokaabteilung des VfL Bad Kreuznach, die in diesem Jahr einen Teil der japanischen Gäste mitbetreut, und so war  der Kontakt zur Bad Sobernheimer Polymer-Chemie schnell hergestellt. Schließlich wurde vor zwei Jahren die erste Europäische Joint Venture Partnerschaft in der Kunststoffbranche überhaupt von Polymer-Chemie mit dem japanischen Konzern Mitsui Chemicals Europe zur „Sun Alloys Europe“ GmbH. „Neue Arbeitsplätze bei Polymer-Chemie- Mit den Japanern den Standort sichern“ lauteten damals das Credo. Geschäftsführer Hans Schobel hieß die Jugendlichen und ihre Betreuer auf Japanisch willkommen und erklärte die Firmenentstehung seit 1929 und die Geschäftsphilosophie und -strategie. Für die anspruchsvolle Aufgabe der Kunden weltweit, maßgeschneiderte Lösungen in der Kunststoffveredelung und –verarbeitung anzubieten, unterhält das Joint Venture Unternehmen modernste, so genannte Compoundierlinien am Standort Bad Sobernheim, die überwiegend bei der Oberflächenveredelung von Kunststoffteilen der Automobilindustrie oder bei Gegenständen des täglichen Gebrauchs Verwendung finden. Schließlich heißt der Verbund, für den auch Taxi- Unternehmen der Region werben, wörtlich übersetzt „sonnige Legierung“. Beeindruckt zeigten sich die Gäste bei ihrer Stippvisite vom Gesamtfirmenkomplex in der Felkestadt, wo jährlich 310.000 Tonnen von 15.500 Lkws bewegt werden, täglich 55 Trucks an-und abfahren. Stephan Schmuck vom VfL und der japanische Delegationsleiter sorgten für ein proppenvolles Programm in der Region. Die Gäste grillten am Sonntagabend auf Schloß Dhaun, wo sie kurzzeitig untergebracht besuchten waren, besuchten das Freilichtmuseum im Bad Sobernheimer Nachtigallental, unternahmen eine Draisinenfahrt und eine Rheintour, bevor deutschlandweit Rothenburg und Heidelberg, Schloss Neuschwanstein, München, Frankfurt oder Berlin in den nächsten Tagen besucht werden.      



2007: Simona AG Kirn feierte 150. und Tausende feierten mit!

KIRN. „Think red. Think Simona!“- Denk Rot. Denk Simona: Mit diesem Slogan ging das weltweit expandierende Kirner Traditionsunternehmen ins 150. Jubiläumsjahr und sei mit Rekordergebnissen so gut aufgestellt, wie niemals zuvor. Dies wurde bei der jüngsten Bilanzpressekonferenz deutlich. Höhepunkt des Jubiläums war ein Tag der Offenen Tür für alle Bürger im Werk II und am Hauptlager in der Sulzbacher Wässerung, wo ein großes Festzelt mit Rahmenprogramm wartete. Hier feierten die Mitarbeiter am Abend eine Megaparty. Der Simmertaler Export-Verkaufsleiter Stefan Marx entpuppte sich als profunder  Marktschreier und „Wahrer Jakob“ und machte seinem Namen alle Ehre: „Normalerweise stehe ich zwischen Aal-Jakob und der Käse-Maitje“, trieb er augenzwinkernd das Stimmungsbarometer in die Höhe und verkaufte mit seinem Team lebensmittelechte Kunststoffkästen. An einem Stück quasselte der „Simonianer“ und pries Kiste und Kaste an, sprach seine Klientel meist persönlich an. Der Erlös kommt Kirner Kindergärten oder „Kinder in Not“ um Herbert Wirzius aus Hennweiler zugute.

Bild 931: Der Wahre Jakob und sein Team verkaufen einen Sattelzug Kasten! Bild 932: Peter Burger im Hochregal- Zentrallager steuert wie mit Geisterhand  Bild 933: Urgestein Heinz Dillmann (2.v.re) erklärt vom Leder zum Kunststoff!

4000 kleinere und 1500 große Kasten, einen ganzen Sattelzug voller Kasten, wollte er für einen guten Zweck verhökern und unters Volk bringen. Dass die „Simonianer“ in der Region tief verwurzelt sind und das Stadtbild prägen, dies wurde beim Jubiläum überdeutlich: Es war ein Kommen und Gehen: Viele Besucher und zahlreiche Ehemalige kamen mit ihren Familien, nutzten den Shuttlebus ab der Kirner Kiesel. Kirner Qualitätsprodukten begegnet man Weltwelt, mehrere Fernsehsender machten Aufnahmen und berichteten über den einzigartigen Wandel vom führenden Leder- zum globalen Kunststoffspezialisten. Für qualifizierte Ausbildungen ist die Simona weithin bekannt, vor Wochenfrist dankte Studiendirektor Hartmut Fuchs von der Berufsschule dem Unternehmen ausdrücklich, 58 Jugendliche gehen bei Simona in die Lehre. Und für den VfR 07- Geschäftsführer Wolfgang Deimer ist Simona nicht nur „der beste Werbeträger, sondern der verlässlichste Förderer und Sponsor überhaupt“. Viele Gäste und Besucher nutzten die Möglichkeit, sich im Werk II in der Sulzbacher Straße über die Kunststoffproduktion zu informieren. Sie wollten sehen, was auf dem streng geschützten Firmengelände produziert wird. Hier betreibt die Simona in weithin sichtbaren, über 25 Meter hohen Silos eine der modernsten Kunststoffmischlangen weltweit. Kunststoffe in Pulver- und Granulatform werden unter anderem mit Farb- und Stabilisatoren vermischt. Maschinen fertigen („extrudieren“) daraus Halbzeugnisse, wie verschiedene Platten, Schweißdrähte, Profile und Vollstäbe, die dann weiter verarbeitet werden. Eine Extrusionslinie vom Extruder bis zum Plattenabstabler wurde den Besuchern anschaulich demonstriert. Vorstandsmitglied Dirk Möller, würde „der Stadt gerne Energie und Hitze zur weiteren Nutzung abgeben“, erläuterte er im Gespräch den Besuchern. Möller war von der Resonanz und dem Besucherinteresse positiv überrascht. Vielfache Fotografierverbote seien berechtigt, Spionage und Produktpiraterie müsse zwingend vorgebeugt werden. Im vergangenen Jahr wurde der 25. Geburtstag des Werkes Ringsheim gefeiert, wo Rohre und Formteile hergestellt werden. Diese Gäste- Betriebsmannschaft spielte am Samstagnachmittag „Auf Loh“ gegen die Kirner Simona-Belegschaft. „Von den Ausmaßen und Dimensionen des Hochregallagers überrascht“ zeigten sich wie Ursula Fett aus Hochstetten-Dhaun oder Günther Freund aus Heimweiler viele Besucher. Peter Burger erklärte dem interessierten Publikum die Funktionsweise dieses „chaotischen“ Lagers am „I-Punkt“, dem Kommissionsleitstand. Produkte werden automatisch über Strichcode freien Plätzen zugewiesen und bei Bedarf wie von Geisterhand über Förderbänder ausgelagert. „Hier sitzt das Herz der Logistik“, informierte der Hochstetter Leiter Hans Helmut Döbell, der an allen Ecken und Enden Rede und Antwort stand. Rund ums Hauptlager war ein großes Festzelt aufgebaut. Getränkestände waren dicht umlagert. Kinder wurden mit Motiven bemalt, mehrere Hüpfburgen, „Bungee- Run“ oder Spiele auf der grünen Wiese und ein buntes Programm lockten. Im Historienzelt war die ganze Firmengeschichte „Vom Leder zum Kunststoff“ dokumentiert, seit 1857 Theodor Simon die Lederfabrik Carl Simon Söhne gründete und die weltweite Expansion des Kirner „Global- Players“ mit der Eröffnung der ersten Auslandsvertretung 1961 im schweizerischen Basel begann. Urgestein und Pensionär Heinz Dillmann stand Rede und Antwort über diesen weltweit einzigartigen Wandel, 49 Jahre arbeitete er bei Simona. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Moyses strahlte über den regen Zuspruch und war hoch erfreut: „Kaiserwetter, wie bestellt. Die Mitarbeiter leisten einen tollen Job. Alles passt! Heute ist der absolute Höhepunkt der 150-Jahrfeierlichkeiten, solch ein großes Fest und Offenheit hat es seit 50 Jahren nicht mehr gegeben. Die positive Entwicklung der Simona und der Stadt Kirn lassen uns zuversichtlich in die Zukunft blicken“, so Moyses.



MONZINGEN. DW RENZMANN WEIHT NEUBAU EIN: Feierstunde  im Monzinger Industriegebiet, wo die Firma D.W. Renzmann ihre neuen Produktionsräume feierlich einweihte. Alle Redner lobten die Rekordbauzeit von 151 Tagen seit dem ersten Projektgespräch „Zwischen den Jahren“ am 29. Dez. 2005. Nach dem ersten Spatenstich am 9. Juni 2006 wurde vor Weihnachten 2006 eingezogen und jetzt beim „Tag der offenen Tür“ Einweihung gefeiert. Die Einrichtung schlug mit einer Million Euro zu Buche, weitere 3,5 Mill. Euro betrug die Bausumme für den 1.400 Quadratmeter großen Bürotrakt und die 3.300 Quadratmeter große Produktionshalle im Monzinger Industriegebiet, wodurch die Gesamtnutzfläche auf fast 6.000 Quadratmeter und über 50.000 Kubikmeter umbauten Raum anwuchs.

Bild 1190: Zum Wohl auf die neue Halle Bild 1191: Geschafft! Bild 1192: Am neuen Standort

   „Dieser Neubau in 151 Tagen ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Er ist eine Investition in die Sicherheit der Arbeitsplätze und in das Vertrauen der Mitarbeiter, für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg unserer Firma und in den Standort Monzingen insgesamt“, fasste Geschäftsführer Michael Dickopf im Beisein kommunaler Vertreter, Mitarbeiter, Banken, Geschäftspartner und Kunden aus der ganzen Welt zusammen, dankte auch Kreisverwaltung, Planungsbüros und Baufirmen. Unter den Gästen auch die Inhaberfamilien Robert Rupp und Dieter Klingenberg, sowie Dieter W. Renzmann, der einst 1968 mit drei Mitarbeitern den Grundstein am Altgebäude „Kaisergarten“ legte. Weiter waren „gleichberechtigte Familienmitglieder“ der vor zwei Jahren adoptierten Schweizer Tochter „Riobeer“ anwesend, mit denen die Monzinger zu einem weltweit führenden „Globalplayer“ im Bereich Anlagenbau für Reinigungsmaschinen der Farb- und Lackindustrie avancierte. Eigentümer Dieter Klingenberg nannte scherzhaft weltweit nur den Nordpol und den Südpol, wo Monzinger Anlagen noch nicht hingeliefert wurden, „standortmäßig“ habe man den „Verlockungen des Ostens“ widerstanden und auf das Know-how und die erfahrenen und flexiblen Mitarbeitern (derzeit gesamt 105) in Monzingen gesetzt: Ausdrücklich begrüßte er die Investition in den Neubau, in den viel Herzblut, architektonische Funktionalität und formvollendete Esthetik eingeflossen sei und dankte Bauprojektleiter Jürgen Schank. „Ja zum Standort Monzingen und zu solch unternehmerischem Mut“ beglückwünschten Julia Klöckner (CDU), Nicole Morsblech (FDP) und Peter Wilhelm Dröscher (SPD) die Firmenleitung. Namens der VG-Bad Sobernheim lobte Beigeordneter Jürgen Reinhard das besondere Engagement eines „verlässlichen Partners der Region, der sich auch die Ausbildung junger Menschen“ ins Stammbuch geschrieben habe. Reinhard zitierte Alt- Bundespräsident Walter Scheel: „Nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht nichts!“. Ortsbürgermeister Adolf Geib sprach von einem „bedeutsamen Tag für das Unternehmen, für ganz Monzingen und dessen Industriegebiet“: Aufgrund des außergewöhnlichen Erfolges „qualifizierter Mitarbeiter und deren erfinderischer Klugheit sei dies eine existentiell wichtige und richtige Entscheidung gewesen“, zeigte sich Adolf Geib erfreut. Den ganzen Tag über konnte die Firma besichtigt werden, standen alle Türen offen und die Mitarbeiter Rede und Antwort.



Bild 422: Minister Hering war Laudator Bild 423: Ex- Olympiasieger Edgar Itt  424: Mainz 05 Präsident Strutz und Gattin

BAD SOBERNHEIM. 100.Geburtstag feierte das Kurhaus Dhonau im großen Kurpark und einem Festakt im Rudolf-Desch-Saal mit 150 geladenen Gästen. Die Laudatio hielt der rheinland-pfälzische Wirtschaftminister Hendrik Hering. Aber auch Michael Altewischer, Vorsitzender der Wellness-Hotels Deutschlands, bescheinigte dem mittelständischen, felkestädtischen Unternehmen aufgrund überragender Leistung führend zu sein in der europäischen Wellness-Liga. Namens der Familie begrüßte Jan Bolland. Nach einem Film über die wechselvolle Firmenchronik hielt Wirtschaftsminister Hendrik Hering die Festansprache, das Kurhaus sei ein „Vorzeigeunternehmen auf höchstem Niveau“.„Was im Jahr 1907 mit zwei kleinen Lufthütten und einer Kuh begonnen wurde, ist im Laufe von 100 Jahren zu einem der schönsten Wellness-Hotels in Deutschland und einem touristischen Vorzeigeunternehmen in Rheinland-Pfalz geworden“, hob der Staatsminister hervor. Hering lobte das unternehmerische Engagemnet, mit dem die Familie Bolland das Kurhaus in vier Generationen zu einem sehr erfolgreichen Unternehmen entwickelte: „Solche innovativen mittelständischen Unternehmen sind in unserem Land der entscheidende Motor für Wachstum und Beschäftigung“, erklärte er. Gerade das Hotel- und Gaststättengewerbe mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 6,2 Milliarden Euro spiele eine besondere wirtschaftliche Rolle im Land. Der Tourismus zähle zu den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen mit 190.000 Arbeitsplätzen. Damit finde jeder zehnte Beschäftigte im Tourismus mit seinen Kern- und Randbereichen Arbeit, „so viel wie in keiner anderen Branche“, machte Hering deutlich und dankte den Inhabern für ihr persönliches Engagement, ihre Tatkraft und große Investitionsbereitschaft. Derzeit beschäftigt das Kurhaus Dhonau 110 Mitarbeiter, darunter 27 Auszubildende. „Gesundheit muss gelebt werden und dazu gehört auch die Freude am Feiern“, gab Dr. Axel Bolland die Tageslosung aus und erläuterte Firmenphilosophie und die Säulen der Felke-Therapie. Bürgermeister Hans- Georg Janneck erinnerte in sehr persönlichen Worten an die gewachsene und partnerschaftliche Verbundenheit mit der Stadt, immer sei es ein förderliches Miteinander, ein „Geben und Nehmen“, gewesen. Den Festakt umrahmte Kabarettistin Sabine Schossig-Roevenich, der „Bollants- Song“ durfte dabei natürlich nicht fehlen. Wie Hürden im Leben gemeistert werden, über „Inspiration zur Motivation“, darüber referierte Hürdenlauf und 400-Meter-Olympiasieger Edgar Itt mit einem eindrucksvollen Referat. Symbolisch überreichten Düsseldorfer Gäste und Geschäftspartner Dr.Liselotte und Dr. Hans Petersohn eine Schildkröte für den Park, die in ihrem Abbild den gesamten Kosmos vereine und als Symbol der Weisheit, Langlebigkeit und Unsterblichkeit der Seele für die nächsten 100 Jahre dem Kurhaus Glück bringen möge. Zuvor ließ sich die Gästeschar unter einer über 100Jahre alten Schattenspendenden Linde im herrlichen Kurpark-Ambiente bei einem Empfang verwöhnen. „Herzlich willkommen und fühlen Sie sich wohl!“, begrüßte Nicole Prass-Anton. Die ganze Familie stand felsenfest zusammen und dies sei ganz wichtig, bemerkten anerkennend Sobernheimer Kommunalpolitiker. Jan und Janine Bolland, Dr. Axel und Elke Bolland, Petra Litz, Elenore und Rudolf Anton freuten sich über so illustere Gäste wie etwa den Präsidenten von Mainz 05, Harald Strutz. Im aufwändig- und stilvoll dekorierten Festzelt mit Stehtischen verwöhnte das Team um Sternekoch Renato Manzi die illustere Gästeschar mit erlesenen „Fingerfood“- Kreationen und Spezialitäten, die 20-köpfige Bigband „Soundexpress“ spielte. Natürlich durfte Lehm-Pastor Emmanuel Felke, lebensgroß in Holz geschnitzt, im stilvollen Ambiente nicht fehlen. Auch Fotos aus den Gründerjahren und Pastor Felkes Briefe jener Zeit weckten das Interesse der Gästeschar.



120Jähriges Firmenjubiläum erfreute Kinder in Not mit 5000 €

Bild 857: 6. November 2007: Kurz vor Weihnachten gibts einen Spendenscheck!  Bild 858: Bild 5000 € überreichte Christiane Brunk an das Ehepaar Wirzius /Hennweiler

Taggenau mit dem Datum des Erscheinens der ersten Zeitungsannonce aus dem Jahre 1887 feierte das Kirner Familienunternehmen Braun-Büffel am 27. Juli 2007 sein 120-jähriges Firmenjubiläum. Gäste aus dem In-und Ausland gratulierten und spendeten. Die Unternehmensleitung um Geschäftsführerin Christiane Brunk rundete gerne das gute Ergebnis auf, zumal man auch auf der Offenbacher Lederwarenmesse sehr erfolgreich als erster Preisträger war. Mit innovativen Nylon-Leder-Kombinationen gewann das Unternehmen erstmals in dieser exquisiten Sparte einen internationalen Designerpreis „Best of Basics“ und konnte die Ehrung der großen Auszeichnungs-Galerie hinzufügen. Ingrid und Herbert Wirzius freuten sich ebenfalls und nahmen für die Soonwaldstiftung „Hilfe für Kinder in Not“, zweckgebunden für die beiden Ferienwohnungen der Stiftung auf Schloss Wartenstein, einen Spendenscheck in Höhe von 5000 Euro entgegen. Für Christiane Brunk und die Geschäftsleitung sei es eine Freude und ein besonderes Anliegen gewesen, sich für die Kinder und die Region zu engagieren und etwas Bleibendes und Sinnvolles zu unterstützen.   



Kirn:  Fliksche  Apotheke  ist über  300  Jahre  alt

Bild 399: Das Personal war in Feierlaune, Kunden und Nachbarn gratulierten!  Bild 400: Am August-Bebel-Platz in Kirn 401: Maja + Axel Marquardt, rechts hinter der Theke führen die Kirner Apotheke

   KIRN. 2007 feierte die Fliksche-Apotheke am Kirner August-Bebel-Platz ein ganz seltenes Jubiläum: Inhaber Maja und Axel Marquardt können auf ein 300jähriges Apothekenjubiläum zurückblicken und feiern dieses Ereignis mit Freunden, Weggefährten und Kunden. Längst haben Computer und moderne Registrierkassen mit Scanner Einzug gehalten, trotzdem: Hinter der Ladentheke ist noch jenes ganz besondere Flair mit kleinen Schubladen und Gefächern in großen Apothekenschränken neben Mörser und Stößel, dekorativen Utensilien und Dezimalwaagen und uralten Originalurkunden erhalten geblieben. Vergilbte Blätter künden über längst vergangene Zeiten......Man schrieb das Jahr 1707. Die Stadt Kirn an der Mündung des "Kyrbaches", dem heutigen Hahnenbach, zählte 171 Familien mit 850 Einwohnern und gehörte den Fürsten von Salm und den Rheingrafen von Dhaun in Gemeinschaft an. Damals wie heute war das Genehmigungs- und Abgabenprozedere streng geregelt, Landesfürsten, Oberamtmann, Räte und Beamte stellten ein Privilegium aus: „...daß sie wegen seiner uns angerühmbten guten Qualitäten und Wissenschaften, auch schon würklich zu Meisenheim im Standt habender guten und wohlversehenen Offizin (=Apotheke, die Red.), Ihm sein Gesuch eingewilliget und gratificiret haben“. In 17 Artikeln waren Rechte und Pflichten des ersten Apothekers Johann Carl Liessfeld ab 1707 verankert. Das Verhältnis zu Ärzten wurde aufgezeigt, die stete Dienstbereitschaft wie die Abgabe von Giften mit Dokumentation im Giftbuch gefordert. Eine zweite Apotheke wurde in Kirn nicht zugelassen, 1763 wurde der fünfte Nachfolger Jacob Öllig von Fürst Dominik als „wirklicher Hofapotheker in Gnaden“ aufgenommen. Ursprünglich stand die Apotheke im Steinweg Numero 8, (einst Theo Lagrange) und blieb vom großen Hochwasser am 4. und 5. August 1875, welches in Kirn 32 Menschenleben forderte, nicht verschont. Das heutige Haus „Medicus“ am August-Bebel-Platz kam im Oktober 1874  in den Besitz der Familie Flick und blieb ebenfalls nicht von Feuersbrunst und Hochwasser (1918) verschont. Sechs Jahre zuvor, 1912, erstrahlte das markante altehrwürdige Kirner Gebäude mit wechselvoller Geschichte erstmals in elektrischem Licht. 1962 begann Inhaber Axel Marquardt seine Apothekerausbildung bei Vater Günther und führt mit seiner Frau Maja seit 1976 als 14. Besitzer im 31.Jahr die Tradition fort. Sorgenfalten kennen die Marquardts nicht. „Ich war noch nicht und will auch nicht nach Amerika“, gibt er sich zurückhaltend und Bescheiden. Wie es schon vor 300 Jahren niedergeschrieben wurde, will das Ehepaar für seine Kunden da sein, zuhören können, und für eine verlässliche Versorgung auch weiterhin garantieren: „Klar ist aber auch, dass die derzeit angestrebten kostengünstigen Vertriebswege von Arzneimitteln keine gewohnte Qualität garantieren“, sagt Maja Marquardt und will noch mehr informieren und aufklärend wirken. „Wir blicken gerne und voller stolz auf diese lange Tradition zurück!“, freute sich die Chefin, während ihr Mann Axel mit Gästen und Gratulanten plaudert und im Hinterhof Bankchef Harry Allmann zum zweiten Frühstück einlädt. Man kennt und schätzt sich. Im geräumigen Laden ist die Atmosphäre überaus familiär und freundlich, einem kleinen Kind gegenüber hat eine 91-jährige Kundin Platz genommen und ruht sich erstmal aus. Eile, Stress und Hektik scheinen Fehl am Platze in der Kirner Apotheke. Feierlaune ist angesagt!



KIRN: BASALT AG setzt auf Auszubildende - "Kennenlerntag"  wichtig

Bild 282: An so genannten Gabionen, vereinfacht Steinquader erklärt Jürgen Riebenich die Verwendung der Steinarten. Bild 283: Steinerne Erzeugnisse prägen die Stadt Kirn 

KIRN. Sommer 2008. Nach dem großen Erfolg vor zwei Jahren lud die Basalt AG erneut ihre Auszubildenden in die Kirner Verwaltung ein: „Ein Fußballverein ohne Jugendarbeit funktioniert auf Dauer nicht. Ebenso ist eine gute Ausbildung das A und O, um für die Zukunft gewappnet zu sein!“ beschreibt der Kirner Niederlassungsleiter der Südwestdeutschen Hartsteinwerke, Jürgen Riebenich, firmeneigene Philosophie und untermauert: „Wir setzen auf Azubis! Nur wer heute genügend aus-und weiterbildet, kann morgen auf leistungsfähiges Personal bauen“. Bei einem Kalten Bufett und so genanntem „Fingerfood“-Häppchen kamen die Auszubildenden auch mit Mitarbeitern und Ausbildern aus anderen Sparten schnell ins Gespräch. Junge Leute werden im Kaufmännischen und im Gewerblichen Bereich zu Industriekaufleuten, als Aufbereitungsmechaniker Naturstein, Verfahrens- oder Industriemechaniker, Elektroniker oder Baustoffprüfer in der Fachrichtung Asphalttechnik ausgebildet. Die zur Werhahn KG gehörenden Südwestdeutschen Hartsteinwerke unterhalten 20 Steinbruchbetriebe, Asphaltmischanlagen und Recyclingbetriebe im südwestdeutschen Raum bis in den Odenwald und beschäftigen heute 454 Mitarbeiter. Auszubildende kamen von ihren Einsatzorten aus der ganzen Region nach Kirn und besichtigten im Tagesverlauf selbstverständlich auch das neue Labor in der Binger Landstraße. Lediglich fünf Lehrlinge wurden in den 1970-er Jahren ausgebildet, nun sind es 27 mit steigender Tendenz und nach erfolgreichem Abschluss werden bis 80 Prozent übernommen. Neue Verfahren, Technologien und Kundenwünsche verändern Berufsbild und Baustoffproduktion. So lernen beispielsweise Verfahrensmechaniker für Asphalttechnik bereits im zweiten Ausbildungsjahr, welchen Anforderungen Walz- und Gussasphalt in punkto Verformungsbeständigkeit, Tragfähigkeit oder Standfestigkeit heutzutage genügen muss. „Von unserem Ausbildungskonzept profitieren alle Seiten“ sagt Jürgen Riebenich überzeugt und dies sei für langfristige und berufliche Perspektiven Jugendlicher enorm wichtig. Und wo feste gelernt und gearbeitet wird, dürfe auch einmal feste gefeiert werden und sei das Kennenlernen beim „Tag der Auszubildenden“ enorm wichtig.


VOR DER FUSION NOCH TAGGENAU MIT GÄSTEN UND LISA FITZ DEN 100. GEFEIERT!    KIRN. Taggenau 100 Jahre nach der Gründung des „Spar- und Darlehnskassen-Vereins“ am 12. April 1908 durch Initiator Pastor Franz Buhr feierte die heutige Volksbank Kirn- Bad Sobernheim in einem Festzelt auf Kyrau ihren 100. Geburtstag: „Herr Pleines, bitte Zahlen!“, diese Aufforderung des Aufsichtsratsvorsitzenden Heinz Möhler an Geschäftsführer Gerhard Pleines zog sich wie der rote Faden durch das ganze Abendprogramm. Ob für Rüdiger Messer`s exquisites 1000 Sitzplätze-Hochglanz-Festzelt, für die professionelle Beschallung von Rüdiger Lanz oder Paul Hornemanns Chronik im Jubiläumsjahr- solchen Traumjob wie Heinz Möhler hätte gerne jeder der Anwesenden Ehrengäste, Gratulanten, Mitglieder und Kunden im großen Festzelt auf Kyrau.

565: Stargast war Lisa Fitz +Sohn Bild 566: Bis 1000 Gäste+Kunden feierten  Bild 567: Aufsichtsratschef Heinz Möhler

   Gemessen am Beifall hatten sich Sandra Stilz und Marcel Rüttgen, am Piano begleitet von Marco Stallmann, ihre Gage für brillante solistische Gesangseinlagen aus Musicals und Rock-Pop-Klassikern redlich verdient: „Sagenhaft, welche Künstler die Region bieten kann“, wurde überall getuschelt und laut applaudiert. Geschäftsführer Gerhard Pleines nahm unzählige Glückwünsche entgegen: Am 1. April 1968 begann er seine Ausbildung bei der Sobernheimer Volksbank, dessen Leitung er bereits 1981 übernahm. Für Bürgermeister Fritz Wagner gratulierte der städtische Beigeordnete Peter Wilhelm Dröscher namens Rat und Verwaltung und wünschte der Bank nach deren Motto „Gemeinsam mehr bewegen“ Glück und Erfolg. „Wir brauchen solide Arbeit und Solidarität mehr denn je“, rief Bad Sobernheims Bürgermeister Hans Georg Janneck den Gästen zu und zeigte sich erfreut, dass so viele Kunden und zunehmend immer mehr Menschen „dem genossenschaftlichen Gedanken frönen“. Zuvor untermauerte Festredner Michael Fraedrich eine „kontinuierlich steigende Erfolgsbilanz dieses starken Finanzverbundes“ seit den Gründervätern Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze in Zahlen. „Ist man mit 100 noch fit? Oder ist man in die Jahre gekommen und Auslaufmodell? Brauchen wir in einer globalisierten Welt Genossenschaftsbanken?“, fragte der Laudator und lieferte die Antwort gleich mit: „O ja, mehr denn je!“. Auf der Basis von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung organisierte sich das Genossenschaftswesen für gemeinsame Kapitalbeschaffung durch Aushilfe bei Kreditdeckungen und solidarischer Haftung für Kreditbedürftige. „Gegenseitiges Vertrauen, das Wissen um die persönlichen Umstände, Verhältnisse und Ansichten der Mitglieder sowie die besonderen Kenntnisse örtlicher Begebenheiten bildeten die Grundlage des Erfolgs“. Heute müssen sich anders als vor 100 Jahren die Banken mit speziellen „Tan-Nummern vor Betrügern schützen. Zeitgeist, aktuelle Erfordernisse und Traditionen seien sinnvoll miteinander zu verbinden. Die Beziehungen zwischen den  Menschen gegen die Anonymisierung und sozialen Vereinsamung „stand und steht bei den Genossenschaften im Mittelpunkt der Geschäftspolitik allen Handelns“, rief Michael Fraedrich den Gästen zu. Moderne elektronische Vertriebswege wie Internetbanking seien im harten Wettbewerb lediglich technische Hilfeleistungen. Wichtigster Kontakt sei das persönliche Gespräch, die Bank sei in der Region fest verankert und tief verwurzelt. Es würden keine globalen Interessen verfolgt, wir „wissen wo bei unseren Mitgliedern der Schuh drückt. Schlank und kurz sind die Strukturen“; - noch immer erforderten Geldangelegenheiten höchste Sensibilität. Fraedrich zitierte Warren Buffet: „Investiere nur in ein Geschäft, das du verstehst“.  Manchmal provinziell belächelt blickten gerade in diesen Tagen alle Medien und die Finanzwelt mit Neid auf die genossenschaftliche Bankengruppe, die „keine strategischen Kapriolen schlägt oder mit hochspekulativen Finanzprodukten an den internationalen Finanzmärkten jongliert und nicht in den Sog der internationalen Finanzkrise“ geraten sei.



 

Senden Sie uns eine E-Mail: info@heylive.de