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Nov. 2010: Schluss mit Null-Bock-Zeit  

Kirn. Endlich ist die „Null-Bock“- Zeit vorbei: Die Kirner Privatbrauerei füllte im dritten Jahr in Folge helles „Schinderhannes Bock“ ab. Diese Spezialität werde in dieser Jahreszeit sehnsüchtig erwartet.

Foto 2695: Friedrich Wilhelm (links) und Geschäftsführer Peter Dietz strahlen!

2696: Blick in heilige Hallen -Das Mälzen

2697: 80.000 Flaschen Kirner Bock--  Hätte Schinderhannes das gesehen!!!

 Früher brauten die Kirner schon einmal Bockbier, das dann infolge neuer Sorten wie beispielsweise dem „Kirner 1798“ eingestellt wurde. Vor drei Jahren führte der damals neue Geschäftsführer Peter Dietz das Bockbier wieder ein und erlebte sein „Blaues Wunder“. Die Kasten waren in Windeseile weg, so eine Nachfrage habe er noch nie erlebt. Gestern Morgen wurde helles „Schinderhannes Bock“ abgefüllt, fast 2000 Kasten, über 80.000 Flaschen. Verkaufsstart in Handel und Gastronomie ist am 2. November, angeboten wird das limitierte Produkt im 24-er Mehrweg Kasten in 0,33 Liter Longneck- Flaschen und im sechser Tragepack. Es dampfte und zischte an der Abfüllanlage, als Marketingstratege Friedrich Wilhelm und Geschäftsführer  Peter Dietz nach dem Rechten schauten. Ein Starkbier wird mit einem höheren Stammwürzegehalt als ein normales Voll- oder Schankbier eingebraut. Die Maische ist dickflüssiger, da weniger Wasser hinzugegeben wird. Nach der Einführung 2008 heißt das Produkt seit 2009 „Schinderhannes Bock. Die helle Bierspezialität sei relativ „schlank und abgerundet im Geschmack“ und komme optisch mit seiner Bernsteinfarbe nah ans Pils, erklärte Wilhelm. Eine längere Lagerung, höherer Malzanteil und dadurch eine dunklere Farbe, höhere Stammwürze und höherer Alkoholgehalt sowie eine längere Lagerzeit zeichnen dieses im Charakter vollmundige Produkt mit feinherbem Hopfenaroma bei einer Stammwürze von 16,8 Prozent und einem Alkoholgehalt von 7,1 % Volumen aus. „Schinderhannes Bock hält sich länger, aber es hält nicht lange“ sind „die Macher“ überzeugt, weil es eben auf den Verbraucher abgestimmt sei und ideal in die Jahreszeit zu Wildgerichten oder Spanferkel, Lebkuchen, Spekulatius oder Zimtwaffeln passe. Saisonale Highlights, kleinere Gebinde oder limitierte Spezialbiere und –abfüllungen liegen absolut voll im Trend der Zeit, bekräftigte Peter Dietz und kündigte daher für 2011 eine weitere Brauspezialität an. Die Kirner Privatbrauerei in siebter Generation mit drei diplomierten Braumeistern und weiteren Brauspezialisten sei als regionale Braustätte handwerklich feinster Bierspezialitäten auf dem besten Weg. Gerade beim Bockbier sei die Handwerkskunst der Brauer gefragt, absolut höchste Qualität der Rohstoffe sind nach dem deutschen Reinheitsgebot dieselben, jedoch habe die Kirner Brauerei die Möglichkeit, kleinste und limitierte Mengen herzustellen und wolle diesen erfolgreichen Weg weiter fortsetzen. Die am 21. Juni eingeführte elfte Bierspezialität „Kirner Radler“ als exquisites Gemeinschaftsprodukt mit Schwollener Sprudel als starkem Partner nach dem Motto „aus der Region- für die Region“ sei in der deutschen Braubranche bisher etwas Einzigartiges. Die Verkaufsmarge von 2000 Hektoliter Radler wurde gestern überschritten, die regionale Strategie sei vom Erfolg gekrönt, freute sich Peter Dietz. 



"Pförtnerhäuschen" soll touristische Attraktion werden!

Viele ehrenamtliche Handwerker spucken n die Hände und wollen das Pförtnerhäuschen zur touristischen Attraktion machen. Hier sind Jörg und Florian Groß aus Meddersheim tätig und kümmern sich um die Ortgänge und das Dach.

 Am 13.September 2010 überreichte der Sohn von Rudolf Desch dem Sobernheimer Wolfgang Heimer 1000 Euro: Hier im Pförtnerhaus sollen einmal wertvolle Erinnerungen des bekannten Komponisten ausgestellt werden, der 2011 100 Jahre alt geworden wäre! 

Bilder 2624 -2625- September 2010

Bad Sobernheim. In vollem Gange ist derzeit die Renovierung des früheren Pförtnerhäuschens in der Wilhelmstraße, Ecke Ringstraße. Das kleine Gebäude erweckt allergrößtes öffentliches Interesse, Fernsehkameras filmen ständig den Fortgang der Arbeiten. Am Wochenende war aus Meddersheim die Zimmerei von Jörg Groß mit Sohn Florian damit beschäftigt, die Ortgänge zu erneuern und mit Naturschiefer wetterfest zu machen. Ehrenamtlich natürlich. Der Erhalt des historischen Gebäudes aus dem späten 16. Jahrhundert in seinem Ursprung hat für den nimmermüden Wolfgang Heimer (69) höchste Priorität. Es soll versucht werden, soviel Fachwerk wie möglich optisch herauszuarbeiten. Das Untergeschoß ist mit Sandsteinen gemauert. Das kleine Pförtnerhäuschen soll zu einer touristischen Attraktion der Felkestadt, und schon im Frühjahr eingeweiht werden. Auf der Rückseite ist die einstige massive Stadtmauer angebaut. Neben dem Obertor und dem Untertor war hier in Sobernheims Norden ein kleinerer Zugang offen, daher stammt der Name „Pförtnerhäuschen“. Nach dem Krieg haben hier drei Familien gewohnt. Vor Jahrzehnten wurde ein Wirtschaftsgebäude abgerissen, und bis ins Frühjahr war das Pförtnerhäuschen noch von Frau Küstner bewohnt. Als diese auszog, haben die beiden Eigentümer das Gebäude Wolfgang Heimer geschenkt. Der sieht es fortan als Teil des Priorhofes und bindet es als eine Art Museum ein. All diese momentanen Sanierungsarbeiten werden ausschließlich über Sponsorengelder finanziert und durch ehrenamtliche Tätigkeit erledigt, und wären ohne den unermüdlichen Wolfgang Heimer nicht möglich, schwärmt Heinz Lörsch, der ebenfalls im Heimatmuseum Priorhof ehrenamtlich tätig ist und mit anpackt. 


Neue Power und Energie werden auf Fliegerhorst gewonnen!

Industriepark Pferdsfeld. Eine in ihren Dimensionen und ihrer Bauart wohl bundesweit einzigartig Lagerhalle offener Bauweise errichtete die BioEnergie-Nahetal GmbH („BEN“) auf dem Gelände des Industrieparks Pferdsfeld, und lud zur Einweihungsparty ein. Das Dach der zwölf Meter hohen Halle wird von 16 im Durchmesser jeweils fast einen Meter dicken Weißtannenstämmen als Pfeiler mit aufgelagerten Douglasienstämmen getragen. Weitere Holzstämme halten horizontal die 2.500 Quadratmeter große Dachkonstruktion. Darauf ist eine moderne Photovoltaikanlage der „Merxheimer  Photovoltaik GbR“ installiert. Sie ist seit dem 30. Juni in Betrieb, und entging somit der Kürzung einer späteren Einspeisevergütung. Dafür wurde „rund um die Uhr malocht, um dieses Ziel zu erreichen“, informierten nun bei einem Tag der offenen Tür in Pferdsfeld die Investoren und Betreiber.

Bild 2626: Die Mitarbeiter der Meddersheimer Firma "BEN"

Bild 2627: Enorme Dimensionen hat die  Freilufthalle auf Shelter-Fundament

Bild 2628: Schwere Traktoren bis 440 PS stehen auf dem Betriebsgelände

„So eine Halle in diesen Größen und dieser Bauart ist mir bundesweit nicht bekannt“, sagten Markus Wilhelmy (Meddersheim) und Frank Nickel aus Hochstetten, beide Geschäftsführer der BioEnergie-Nahetal mit Sitz in Meddersheim. Deren Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk brachte ein kleines Geschenk zur Einweihung mit. Mitarbeiter von fünf Forstämtern bis Boppard, Kunden und Geschäftspartner wie Sägewerksbetreiber oder auch der Waldbauverein Nahe-Glan kamen zur Feierstunde. Ein viertel Jahr habe der Bau gedauert, mächtige Weißtannen und Holzstämme aus dem Schwarzwald wurden verbaut. Acht schwere Schlepper von 120 bis 440 PS sowie Lkw´s und schweres Gerät stehen auf dem 6800 Quadratmeter Gesamtareal, die Firma bietet Dienstleistungen sowie die Produktion und Vermarktung von bioenergetischen Produkten aus Land- und Forstwirtschaft an, unternimmt auch Problemfällungen und Holzrückarbeiten. Die offene Halle dient der Lagerung von über 10.000 Kubikmeter Holzhackschnitzel. Mittlerweile wird thermische Energie als „absoluter Renner“ (so die Betreiber) aus allen möglichen nachwachsenden Rohstoffen wie Gräsern und Holz, beispielsweise Mais, Schilf oder Elefantengras gewonnen und von der Firma für ihre Kunden produziert. Unter den Großabnehmern sind etwa die EDG (Energie-Dienstleistungs-Gesellschaft), die auch die Hackschnitzelheizung in Bad Sobernheim (Schwimmbad-, Schulen-, Dümmler-Halle) betreibt. Kreisweit werden Schulen der Region geheizt. Auf dem 2.500 Quadratmeter großen Dach wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 268 kWp. befestigt. Allein von dieser Anlage reicht der Strombedarf für über 60 Haushalte. Die Installation  auf Wellblechdach und einzigartiger Holzunterkonstruktion war „eine beispiellose Herausforderung an sich“, erläuterte Bruno Schneider als einer der vier Betreiber. Neben ihm bilden Dipl.-Ing. Marcus Metzler, Gerd Lenhart sowie Werner Fuchs vom Pferdsfelder landwirtschaftlichen Fuchshof die Firma „Merxheimer Photovoltaik GbR“. 


Die ersten Kirner Fototage im Gesellschaftshaus am vierten Augustwochenende 2010 mit fünf Fotografen und einem tollen Rahmenprogramm ist ausbaufähig, der Grundstein wurde gelegt! Die Laudatio hielt der Kirn-Sulzbacher Karlheinz Brust. Auch er musste dicke Bretter bohren: Mit 28 Besuchern habe er angefangen, bei seiner jüngsten Vernissage dieses Jahr seien 240 Gäste gekommen. Unser Foto zeigt von links Volkmar S. Paal aus Berschweiler, Peter Holler aus Kirn-Sulzbach, Lilo Laux (Idar-Oberstein), Reiner Drumm (Wickenrodt) sowie den Kirner Organisator Gerd Deichmeier. (Bild 2543)



Milliardengrab für Ersparnisse: Der Graue Kapitalmarkt

Sie versprechen sich hohe Renditen, eine sichere Pension oder den Schutz vor Inflation. Doch auf dem Grauen Kapitalmarkt verlieren Anleger jedes Jahr Milliarden - weil sie die Angebote nicht verstehen oder schlicht übers Ohr gehauen werden.

Bei hohen Zinsversprechen vergessen viele die Vorsicht und verlieren viel Geld

Es geht um gigantische Summen - und manche Sparer verlieren ihr ganzes Vermögen. Etwa 20 bis 30 Mrd. Euro verschwinden jedes Jahr auf dem Grauen Kapitalmarkt, berichtet der Präsident des Deutschen Anlegerschutzbundes, Klaus Nieding. Trotz Aufklärungskampagnen und mancher Gesetzesänderung gehe der Schaden nicht zurück - denn die Täter sind erfinderisch.

Zum typischen Muster unseriöser Kapitalanlage-Angebote gehören ungebetene Anrufe oder aber auch Werbung im Internet. Häufig greifen die Täter Themen auf, die gerade in den Medien laufen, wie etwa die Schuldenkrise in Griechenland. "Die Täter machen sich Bekanntes zu eigen, das weckt Grundvertrauen", sagt Nieding. Opfern werde dann zum Beispiel eine angeblich sichere Investition in Sachwerten angeboten - etwa in geschlossene Immobilienfonds.

Im Gegensatz zum Höhepunkt des Internet-Hypes an den Börsen im Jahr 2000 versprechen die Anbieter heute aber nicht mehr extreme Renditen von 30 und mehr Prozent, sagt Nieding, der auch als Anwalt und für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) tätig ist. "Heute weiß jeder, dass mehr als acht bis zehn Prozent unseriös sind." Stattdessen stehe nun oft die Altersvorsorge im Mittelpunkt - oder die Angst vor Inflation. Häufig würden Anbieter auch mit angeblichen Steuervorteilen werben - darauf fielen deutsche Anleger besonders leicht herein - und Interessenten zeitlich unter Druck setzen.

Kaum Hinterfragt

"Die Gier ist groß", sagt Christoph Öfele von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Wenn jemand 20 Prozent statt der üblichen drei Prozent Rendite verspreche, werde ohne großes Hinterfragen zugegriffen. "Da wird nicht mehr nachgedacht." Und auch Warnungen brächten oft nichts: "Die Leute meinen, sie wissen alles besser."

Eine klare Definition des Graues Kapitalmarkts gibt es nicht. "Es ist eine Mischfarbe von schwarz und weiß", sagt Nieding. Der Markt umfasse sowohl staatlich kaum regulierte, aber eigentlich seriöse Angebote als auch Produkte, die bereits in betrügerischer Absicht aufgelegt werden. Und der jährliche Schaden von 20 bis 30 Mrd. Euro setze sich aus verschiedenen Segmenten zusammen: Zum Teil direkter Betrug, zum Teil deutlich überhöhte Provisionen oder auch einfach Misswirtschaft.

Eine der Besonderheiten des Grauen Kapitalmarktes ist häufig der groß angelegte Vertrieb, der von den Provisionen lebt. Eine Studie über Finanzvermittler im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums hatte bereits 2008 die Zustände besonders in Deutschland beklagt: "Der kaum regulierte graue Kapitalmarkt ist ein Unikum, das in dieser Ausprägung in keinem anderen EU-Land existiert. Er ist geprägt durch Produkte mit hohen Risiken und durch eine Vielzahl von Missbräuchen."

Manchmal würden unseriöse Finanzvermittler zunächst harmlose Produkte wie Tagesgeldkonto oder Haftpflichtversicherung vermitteln. Erst wenn ein Vertrauensverhältnis zum Kunden aufgebaut ist, würden Produkte aus dem grauen Markt angeboten, die dann höhere Provisionen für den Vermittler abwerfen. "Selbst für Vermittler, die eigentlich seriös arbeiten möchten, ist die Versuchung groß, ihren bis dato gut beratenen Kunden früher oder später ein Steuersparmodell oder andere komplexe Anlagen anzubieten, die möglicherweise nicht zum Kunden passen, zumindest aber nicht zwingend wären", heißt es in der Studie.

Nur Bruchteil gelangt zur Anzeige

Die Kriminalstatistik des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) weist für das vergangene Jahr mehr als 18.000 Fälle von Betrug und Untreue im Zusammenhang mit Beteiligungen und Kapitalanlagen auf. Allerdings gibt es eine hohe Dunkelziffer. "Die Schwachstelle beim Anlagebetrug sind die potenziellen Opfer. So erfährt die Polizei trotz gestiegener Anzeigebereitschaft der Geschädigten nur von einem Bruchteil derartiger Straftaten", heißt es etwa in einer BKA-Studie zum Kapitalanlagebetrug.

Das Spektrum des Grauen Kapitalmarkts ist extrem breit, wie eine Übersicht der Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz im Internet zeigt. Es reicht von Beteiligungssparplänen über den Diamantenhandel bis hin zu Warentermingeschäften. "Die Produktpalette ist hier sehr unübersichtlich, da sich das Anlageangebot ständig verändert. Die kriminelle Energie, Gesetzeslücken auszunutzen, scheint keine Grenzen zu kennen", erklärte der Verband.

Nieding fordert bereits seit zehn Jahren die Schaffung einer eigenen Schwerpunktstaatsanwaltschaft, die sich mit dem Thema Grauer Kapitalmarkt befasst. Und auch an den Schulen müsse mehr getan werden, um das Wissen rund um Finanzprodukte zu vergrößern. Dazu brauche es ein Pflichtfach Wirtschaft und Recht. "Der gebildete Investor ist weniger ein Opfer", sagt Nieding.



"KIRNER Radler" ist neu

Im Sudhaus der Kirner Privatbrauerei wurde gemeinsam mit dem Getränkehersteller Schwollener Sprudel das neueste Produkt „KIRNER Radler“ vorgestellt: „Die Mannschaft ist komplett“, strahlte Geschäftsführer Peter Dietz im Beisein von Firmenchef Eberhard Andres. Es ist die elfte Bierspezialität aus der Privatbrauerei als einmaliges Gemeinschaftsprodukt zweier starker Partner „aus der Region- für die Region“. Diese Zusammenarbeit der Brauerei mit Schwollener Sprudel sei etwas Einzigartiges in der deutschen Braubranche, sagte Peter Dietz. Ab Montag ist Verkaufsstart des neuen Biermischgetränkes.

 2441: Andreas Reichardt, Peter Dietz, Friedrich Wilhelm und Ulrich Lamberth

Bild 2442: Ob Michael Schuf einmal "KIRNER Radler"-`Fan werden wird?

Bild 2443: Die Kirner Privatbrauerei braute erstmals 1798. Heute gibt's dies

  18. Juni 2010: Beide Unternehmen erzielten ihren Hauptumsatz in der Region und sicherten hier Arbeitsplätze. Zwei ganz starke und regional tief verwurzelte Unternehmen hätten Kernkompetenzen gebündelt und gemeinsam dieses neue und am Markt fehlende Produkt ganz gezielt kreiert, erklärte Marketingstratege Friedrich Wilhelm: „Jeder hat das beigesteuert, was er am besten kann“, sagte er.  Beim „KIRNER Radler“ handelt es sich um das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraute Vollbier Kirner pur, das filtriert wurde, und mit dem original zuckergesüßten Schwollener Zitronenlimonade zum neuen, erfrischenden Biermischgetränk mit einem Alkoholgehalt von 2,4 Volumenprozent wird. Verkaufsstart und Markteinführung ist am kommenden Montag, Zeitungs- und Plakatanzeigen sollen helfen, das neue Mixgetränk optimal am heimischen Markt zu etablieren. Schon an diesem Sonntag wird der neue Radler in manchen Stationen anlässlich des Nahe-Raderlebnis-Tages, beispielsweise auf der Kirner Schülerkiesel und am Bad Sobernheimer Barfußpfad, erhältlich sein. Ganz wichtig: Es bleibt beim berühmten und geschützten Logo „KIRNER- Das Gesicht in der Menge“. Erhältlich ist „KIRNER Radler“ in den Gebinden 0,33 Stubbi- Flaschen sowie in der 0,5 „NRW“- Flasche. Lange habe man betriebsintern damit „gekämpft“, etwas anderes als Pils in die Stubbi- Fläschchen abzufüllen. Aber die Marketingstrategen sahen diese „Steinie“- Flaschen als Vereins- und Kundenfreundlich und ideale Ergänzung in der bestehenden Produktpalette an. Zudem sei die Etikettengestaltung und der bedruckte Kronkorken in zitronengelb überaus gelungen. Die Kirner Brauerei als traditionsreiches Familienunternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und sieht nach Angaben der Geschäftsleitung der Zukunft optimistisch entgegen: In einem zunehmend globalen Wettbewerbsumfeld sei man gut gerüstet und gut aufgestellt. Gerade erst wurde mit dem Bundesligisten FSV Mainz 05 in der Coface-Arena der Vertrag um zehn Jahre verlängert. Das 1929 gegründete Unternehmen Schwollener Sprudel in Schwollen beschäftigt derzeit 90 Mitarbeiter. Der geschäftsführende Gesellschafter Frühauf hat einst in der Kirner Brauerei gelernt. Die „Chemie“ stimmt also, und das wurde bei der Präsentation des „KIRNER Radlers“ deutlich. Jährlich werden in Schwollen rund 100 Millionen Flaschen abgefüllt, die Produktpalette umfasst mehr als 80 Artikel vom Fruchtsaft-Schorlen über Brausen bis hin zu Szene-Getränken wie dem Energizer „Sonic“.



BOLLANT´s im Park bauen 6 moderne "Hütten"

BAD SOBERNHEIM. Derzeit rotieren noch die Bagger und sind die Erdarbeiten in vollem Gange: Anfang März war Spatenstich, und schon am ersten August soll feierliche Eröffnung sein: „Am Berg“ oberhalb des weitläufigen Kurhaus-Areals „BollAnts im Park“ entsteht ein neues Boutique-Hotel-Ensemble: „Heimat-Lodges“ heißen die sechs neuen exquisiten, vom optischen Eindruck her aber eher rustikal gehaltenen Neubauten.

Das mehrfach ausgezeichnete „BollAnt´s im Park“ feierte 2007 seinen 100. Geburtstag und beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter.

 Als Gründungshaus der Felke-Therapie setzt das bei Einheimischen bekannte Kurhaus Dhonau  seit über 100 Jahren in vierter Generation auf die Heilkraft der Naturelemente nach Pfarrer Felke und hat sich als moderne Lifestyle-Variante eines Gesundheits- und Wellness-Hotel etabliert. Als erstes Hotel in Deutschland wurde vor zwölf Jahren die ganzheitliche Vinotherapie wiederbelebt und erfuhr eine Renaissance. Authentische fernöstliche Wellness-Anwendungen werden angeboten. 

BAUSTELLEN- Bilder 2390- 2391- Mai 2010

Darüber hinaus genießen das Jugendstil-Restaurant Villa, mediterranes Gewölberestaurant Hermannshof mit  Gourmetküche von Sterne-Koch Renato Manzi bei Gästen hohes Ansehen.

   Würde Pastor Emmanuel Felke heute so leben? „Richtig! Wir bauen keine bestimmte Zimmerkategorie, sondern eine moderne Weiterentwicklung der bekannten Felke Luft- und Bäderhütten“, sagte Jan Bolland bei der ersten Präsentation nach jahrelangen Planungen. Relaxen und „Entschleunigen“ nach Pastor Felke sind angesagt: Die sechs „Heimat-Lodges“ passen sich dem Charakter des benachbarten Freilichtmuseums im Nachtigallental an und sind Zweigeschossig. Dass der Begriff „Heimat“ in sichtweite zu Nahe und Soonwald eine besondere Bedeutung hat, verrät auch der landläufige Begriff „Geheischnis“. Jan Bolland gerät darüber ins Schwärmen: Dies beschreibe unnachahmlich die Geborgenheit und menschliche Nähe, die man empfindet, wenn man sich zufrieden in die eigenen vier Wände zurückzieht. Mit diesem außergewöhnlichen Wohnkonzept der neuen „Heimat Lodges“ werde den Gästen im stimmungsvollen Ambiente genau jenes „Geheischnis“ ermöglicht. Inspiriert wurden die neuen Refugien von den so genannten einstigen „Lufthütten“. Im Rahmen der traditionellen Felke-Therapie, die 1907 vom Urgroßvater der heutigen Inhaberfamilie nach der Heilmethode von Paster Felke angewandt wurden, übernachteten seinerzeit die Kurgäste in offenen Hütten mit Strohbetten für die „richtige Erdung“ mitten im Grünen, um reichlich Licht und Luft zu tanken. Eine solch originelle Lufthütte bleibt oberhalb der Neubauten erhalten. Frühstück und Abendessen mit regionalen Produkten werden in die sechs 80 Quadratmeter großen Neubauten gebracht. Die sind neben einer Zufahrt auch fußläufig über einen Kies-Bergweg oder einen Golfbuggy- Shuttleservice vom Haupthaus aus erreichbar. Druckfrische Hochglanzprojekte werben: „Erwachen bei Nachtigallengesang, Frühstück im Schlafanzug, Wellness im Private SPA und Geborgenheit wie in den eigenen vier Wänden. Ohne aufdringlichen Service ganz unter sich sein, jedoch auf nichts verzichten müssen!“, lautet die Firmenphilosophie. Jede „Öko-Lodge“ verfügt über ein Schlafzimmer mit Panoramablick über die Felkestadt und weite Nahe-Ebene. Eine freistehende Badewanne, Mini-Küche mit eigenem Weinschrank, ein Kamin, Privatgarten samt einem 34 Grad warmem „Hotpot“ sind ebenso integriert wie eine Massageliege und eine Kuschelecke. Die gesamte Anlage ist unter Verwendung natürlicher Baumaterialien wie Solnhofer Naturstein und historischem, sonnengebranntem Bauholz in ökologischer Bauweise errichtet. Nur wenige Meter von dem Ensemble entfernt ist im Hang die Bodenplatte für die neue Hubertus-Außensauna schon fertig betoniert.    



KIRNer- Kreuznacher- Idar- Obersteiner AUTOFRÜHLING 2010:

Wasserstoff- Hybrid- Gas- Batterie- Strom oder welcher Mix nun ? 

Bild 2365: Beim Kirner Autofrühling Bild 2366- Autogas geht einfach! Bild 2367: Experten schauten genau!

"Die Umwelt kann aufatmen. Ihr Geldbeutel auch. Umwelttechnologie mit Zukunft!" So oder so ähnlich lesen sich 2010 genau so Automobil-Hochglanzprospekte wie schon 1995. Automobilbauer haben den Trend verschlafen und sind nicht erst seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende 2008 frontal ins Hintertreffen geraten. Jeder hält die Hand auf. Wer kann sich noch daran erinnern, als Deutsche Firmen ("Made in Germany") Milliarden abzocken wollten und ein jämmerliches Bild boten, um die Maut- und On-Bord-Unit-Geräte zu entwickeln? Weil das so ist, muss die Politik die Daumenschrauben anziehen, Gesetze erlassen: Wo Öko draufsteht, sollte Öko nachweisbar sein. In Städte geht es nur noch mit Plaketten. Wer diese oder eine Ausnahmeerlaubnis nicht hat, zahlt 40 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg. An dieser Stelle lamentieren? Jedes Kind lernt im Kindergarten, die Umwelt zu schützen. Ozon (O3) ist ein giftiges, unsichtbares und aggressives Gas, das in Bodennähe bleibende gesundheitliche Schäden verursacht. Allergien nehmen zu....usw.,usw. 

Bild Mai 2010: Nr.2368

Der erste serienmäßige Hybridantrieb der Welt verbindet einen VVT-i-Benzinmotor mit einem emissionsfreien Elektromotor. Bereist 2004 hat "AUTO-BILD" im 100.000 Kilometer Dauertest Toyota die Note "sehr gut" verliehen, mittlerweile wurden über eine Million Hybrid-Autos verkauft. Wie weit kommt man mit 10 € ? wollte der ADAC 2009 wissen. Platz 2 für den Chevrolet Matiz mit Autogas und 228 Kilometer, etwa die Strecke  Frankfurt- Nürnberg. Was zeigt, dass es noch billiger geht und Platz eins ein "Ausländer" inne hat! Deutsche Autobauer testen, zaudern, zögern, bremsen. In Deutschland gibt es im Mai 2010 weniger als zehn Wasserstoff- Tankstellen. Autogas-Tankstellen 5.200. Das sind zwischen Idar-Oberstein und Bad Kreuznach zwei- aber immerhin. Autogas ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das die Eigenschaft hat, sich schon bei sehr niedrigem Druck zu verflüssigen- deshalb: Liquified Petroleum Gas (LPG) bzw. Flüssiggas. Der Antrieb ist gefahrlos nach dem Feuerzeugprinzip.  



8 Mill.€ bei Innenstadtprojekt bewegt- REWE-Neubau eröffnet

 Der Abriss der Melsbach-Brache, die Freilegung der Disibodenberg- Kapelle, der Neubau und die Eröffnung des Innenstadt-Zentrums mit feierlicher Schlüsselübergabe am Montagabend, 19. April 2010, fand damit seinen Abschluss, und war das beherrschende Thema über Jahre in der Felkestadt. Nur solch ein überdimensionierter Schlüssel passte ins Schloss des neuen „Kundenmagneten“ Innenstadt-Zentrum: Marktleiter Klaus Reinhard (von li.), Bauunternehmer Bruno Schneider, Investor Reinhard R.P. Milferstedt von der Immobilien Treuhand Mainz, Inhaber Mike Greuloch, REWE-Verkaufsleiter-West Joachim Bolz und Chefin Andrea Greuloch.

   BAD SOBERNHEIM. 300 geladene Gäste, Mitarbeiter, Geschäftspartner aus Industrie und Wirtschaft, Planer sowie kommunale Mandatsträger strahlten und kamen zur obligatorischen Schlüsselübergabe an den Rewe-Markt. Öffentliche Mittel eingerechnet, wurden hier acht Millionen Euro bewegt. Sowohl Bauunternehmer Bruno Schneider wie Investor Reinhard R.P. Milferstedt dankten für die unfallfreie Bauphase und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Alle hätten an einem Strang gezogen. Es habe zwar schlaflose Nächte gegeben, aber beide äußerten sich „Stolz und Happy“ darüber, ein Mammutprojekt zu einer punktgenauen Landung geführt verholfen zu haben. Jede andere Stadt wäre glücklich, solch ein fußläufig erreichbares Innenstadtzentrum mit attraktiven Angeboten, Cafes und Parkplätzen in neu erbauten, energieeffizienten Vorzeigeobjekten präsentieren zu können.

Bild Nr 2292 (ganz oben) + 2293 oben: Feierlaune im neuen REWE- Markt  Bild 2294: So sah einst der Platz aus, wo heute der Rewe-Markt steht Bild 2295: Für die Regionalmarke "Soo-Nahe" wirbt Mike Greuloch (re.)

 „Danke, dass ihr für mich gebaut habt!“, rief der 38-jährige Inhaber Mike Greuloch bewegt aus. Er dankte seinen 40 engagierten Mitarbeitern, die über sich hinausgewachsen seien. Der Unternehmer selbst habe viel investiert und sei nach seinem Lebensmotto „In der Ruhe liegt die Kraft“ stets Fels in der Brandung gewesen. Marktleiter ist das felkestädtische Urgestein Klaus Reinhard, der sein Metier einst bei „Top Markt“-Kaufmann Helmut Kochendörfer von der Pike auf gelernt hat. REWE- Konzern Verkaufsleiter Joachim Bolz erklärte, man halte am modernen vier Säulen-Konzept fest: Qualifizierte Mitarbeiter, Frischeorientierung, breites Sortiment bei niedrigem Preiseinstieg und inhabergeführte Erlebniseinkaufsmärkte. So wurde bei der Schlüsselübergabe von der Bäckerei „Die Lohners“ frisches Backwerk gebacken, während sich vor dem Markt der Spießbraten am offenen Feuer drehte. Dafür sorgten Helmut Hehner und Thomas Wolf vom Regionalbündnis: „SooNahe“ war mir noch nie so nahe, dankte Vorsitzender Dr. Rainer Lauf dafür, dass heimische Produkte in seiner Nachbarschaft kein Nischendasein fristen und an zentraler Stelle optimal präsentiert werden. Für die Stadt gratulierte Dr. Felix Welker. Unter die Vielzahl von Präsenten und Glückwünschen sowie Blumensträuße zur Eröffnung oder Spenden für die Bad Sobernheimer Jugendarbeit mischten sich auch Gisela Euler und Stefan Klußmeier, die namens der Werbegemeinschaft „So Aktuell“ Glück und Erfolg wünschten.


Solarförderung wird erneut drastisch gekürzt- Stand: 10 Jahre "EEG"

Ab 1. Juli 2010  soll die Solarförderung drastisch gekürzt werden. Sie ist politisch umstritten, aber die Herstellung der Module sei billiger geworden, argumentieren Befürworter. Bereits zum 1. Januar 2010 wurden die Einspeisungsentgelte um neun Prozent auf maximal 39 Cent gekürzt. Neu im Plan: Verbraucht der Erzeuger selbst seinen Strom vom Dach, würde er künftig einen Bonus von 8 anstatt nur 3,5 Cent pro KW-Stunde bekommen. Falls er eine neue Anlage betreibt bekommt er ab sofort 25 Prozent weniger als 2009 vergütet.

Bilder Nr: 2204- 2205- Im Jahre 2001 wird in Becherbach als einer der ersten Dächer  "Caesar/ Im Rödel" Fotovoltaik installiert!

Regenerative Energien liegen voll im Trend, haben seit 2000 revolutionär zugelegt. Gesetzliche Grundlage: Das Stromeinspeisungsgesetz von 1991 und das Erneuerbare Energiengesetz -EEG- der Rot/Grünen Bundesregierung in der Fassung vom 29.März 2000.-ff- Heizkraftwerke, Windräder (WEA=Windenergieanlagen), Solar- und Fotovoltaikanlagen zählen als privilegierte Maßnahmen dazu. Der Kreis Bad Kreuznach ist im Jahr 2010 mit weit weniger als 5 Prozent mit von der Partie, erklärtes Ziel von Land und Bund: Bis 2020 sollen 30 Prozent regenerative Energie ins Stromnetz fließen. Weiter haben die von der EU-in Brüssel bis 2015 geforderten LED- Leuchtdioden beispielsweise für Straßenlampen ebenso eine revolutionäre Entwicklung genommen, Einsparungen über 80 Prozent sind möglich und werden nun eingefordert. Diese Technik ist lange bekannt. Ebenso wie bei japanischen Autoherstellern. Hier hatte die Grünen Umweltministerin bereits 2004 werbewirksam in der Süddeutschen-Zeitung mit ihrer Forderung "kauft Toyota" die heimische Autoindustrie brüskiert. Längst sind in Kombination Hybrid/ Sprit/ und Batterie Energieeinsparungen über 70 Prozent möglich. Allein in Berlin haben sich über 800 Taxis mehr als bewährt! 



Fleischerei Theo Geib feiert in den Mai 2010

DUCHROTH / STAUDERNHEIM. Vor zehn Jahren eröffnete Fleischermeister Theo Geib in Staudernheim eine Filiale. In diesem Jahr gibt für das Fleischer-Fachgeschäft aus dem Weindorf Duchroth gleich mehrere Anlässe, feste zu feiern: Vor 85 Jahren gründete Theodor Geib mit seiner Frau Hedwig den Familienbetrieb. 

Nr. 2272: Theo Geib und  Frau Kornelia m.Meisterbrief / Duchroth

Bild 2273: Das ganze Team im Laden in der Filiale in Staudernheim /Hauptstraße

Bild 2274: Na, sehen diese Bierknacker nicht super appetitlich aus?

1955 wurde die Metzgerei in der Schmiedgasse an dessen Sohn Egon Geib und seine Frau Ruth übergeben, 1995 übernahmen schließlich in dritter Generation Theo und seine Frau Kornelia das Fleischerei-Fachgeschäft, das 2009 erfolgreich seine EU-Zertifizierung erlangte. 85 Jahre lang wurde ständig investiert und modernisiert, kamen Lieferungen in Orten der Region hinzu: So werden der Waldböckelheimer Dorfladen von Bernhard Schmidt,  Florian Schappert in Lauschied und das Lebensmittelgeschäft Montigny in Hallgarten beliefert, die selbst betriebene Filiale in Staudernheim in der Hauptstraße 18 mit Backwaren feiert nun 10-jähriges Bestehen. Erstklassiges Fleisch mit Herkunftsnachweis aus der Region wird verwendet; - Lieferant ist ausschließlich der neutral kontrollierte und zertifizierte Spezialist Christian Beisiegel aus Bad Kreuznach an der Heidenmauer, da, wo früher der Schlachthof war. In handwerklicher Tradition werden nach überlieferter Rezeptur und mit besten Zutaten in Duchroth genussvolle Spezialitäten herstellt. 90 Prozent der Fleisch- und Wurstwaren, Fertiggerichte, Salate und Schinken kommen aus eigener Produktion. Meister Theo Geib ist im Vorstand der Fleischerinnung Bad Kreuznach, viele Urkunden und Auszeichnungen zeugen von seiner Leistungsstärke. Meisterqualität und Frische sind das A und O, und hier ebenso selbstverständlich wie Freundlichkeit, Kompetenz und Service. Der Chef selbst und seine Frau Conny zeichnen für den Partyservice im weiten Umkreis verantwortlich. Julia, die älteste der drei Töchter zählt ebenso wie seit fast drei Jahrzehnten Christa Euler zum Stammpersonal. Theo Geib betreibt zudem am Wochenende kostenlos einen gut angenommenen Heimlieferservice. „Zeigen, wo Handarbeit drin steckt“, - auch an dieser bundesweiten Aktion der Handwerkskammern beteiligt sich das Duchrother Fleischer-Fachgeschäft.



 NICHTS IsT UNMöGLICH: "Kauft Toyota"- sagte einst die Grüne Renate Künast

 HOCHSTETTEN-DHAUN. Blitzlichtgewitter, Kameras und aufwändige Beleuchtung bestimmen das Bild, wo sich sonst interessierte Kunden neueste Fahrzeugmodelle ansehen. Fünf Tage lang bildet das Autohaus Dinig in Hochstetten-Dhaun die Kulisse für eine neue, bundesweite Toyota Imagekampagne. Während die Akteure hinter der Kamera Künstler von Rang und Namen sind, agieren davor echte Newcomer: sämtliche Darsteller sind Mitarbeiter von Toyota Autohäusern in Deutschland. Die Schlussszene eines weltweit ab dem 1. Mai ausgestrahlten Werbespots des Autobauers Toyota an der Nahe war außergewöhnlich. 

Bild 2266: Laura Bertram (v.re.), Petra Bunn-Beyer +Mario Basile vom Service- und Verkaufsteam Toyota-Dinig, 

Bild 2267: Am "Set"-  über 100.000€ Kameras kommen aufs Stativ, Beamer und Tele-Prompter werden platziert

Nr:2268: Dicke Scheinwerfer sorgen für taghelle Räume und stehen im Autohaus rundherum- Großer Zirkus eben...  

Mit dabei: Die beiden Prototypen als Weltneuheiten „RAV 4“ und der „Auris Full Hybrit“. Geheimnisvoll gehütet wie ein Augapfel kamen die einstigen Erlkönige mit hochmoderner Innenausstattung in neumodisch- sättigenden Signalfarben ebenso wie das weitere Equipment in verschlossenen schweren Lkws. „Großen Zirkus“ nannten die Mitarbeiter selbst ihre Session mit „Foto-Shooting“, den Filmaufnahmen für Videoclips, Internet-Werbespots oder Trailer. Das ganze Team ist verkabelt, viele  leistungsstarke 18 KW-Scheinwerfer werden aus eigenen Stromaggregaten gespeist und wie von Geisterhand gesteuert.  Die 55-köpfige Promotion- Crew setzte sich aus Werbe- und Marketingstrategen, Regisseuren, Kameraleuten aus ganz Deutschland sowie externen Spezialisten zusammen, gestern kamen weitere 20 Schauspieler, Verkäufer, Kundendienstmitarbeiter und Komparsen zum „Set“. Alle Beteiligte wurden zuvor „gecastet“, weiter mussten professionelle Agenturen und Meinungsforschungsinstitute ihr okay geben. „Familiär, modern und am Puls der Zeit“ wolle man sein, erläuterte Ingo Kahnt, Leiter der Kommunikation und Sprecher von Toyota Deutschland. „Ihr Toyota ist auch mein Toyota“ ist die zentrale Idee einer neuen Imagekampagne. Damit werde die Firmenphilosophie der ganzen Toyota-Familie in einem repräsentativen Querschnitt untermauert, um relativ authentisch nah „am Kunden und am Puls der Zeit zu sein!“ Toyota sei Weltmarktführer in Sachen umweltschonender Hybrid- Technologie und geringem Verbrauch. Effizienz werde groß geschrieben, der Toyota Prius trage als sauberster Benziner das Goldene Lenkrad in Grün. Klare Ansage:  Der erste Eindruck müsse Kaufinteresse wecken. Auch das Hochstetter Autohaus Dinig musste eine aussagekräftige und qualifizierte  Bewerbung ablegen. Die Lage mit Lichtdurchflutenden Räumen sei idealer Standort in ländlicher Idylle samt einladendem Umfeld. Aufgrund positiver Bewertung in Sachen Kundenservice wurde der Betrieb mit 22 Mitarbeitern, der seit 35 Jahren Partner von Toyota Deutschland ist, für die Schlussszene ausgewählt: „Wir sind natürlich stolz, mitwirken zu dürfen!“, sagte Firmenchef Hans Jürgen Dinig. Der Aufwand ist immens: Für eine Minute werde oft länger als ein Tag lang gedreht. Im neuen Werbespot wird die ganze Bandbreite von der Entwicklung mit umweltschonenden Ressourcen über die Testphase, Produktion, bis hin zur Fahrzeugübergabe mit kundenfreundlichem Service authentisch von Kunden und Firmenmitarbeitern dargestellt. 


HEYLIVE PRESSESCHAU 

Rundumschlag:  Abhängige Superelite - Draufhauen: Man trifft immer die Richtigen!

Woche 11 - 2010 -März- Deutschland

 

Lesen Sie auch Politik & Wirtschaft!

Demokratie, Bimbes-oder Bananenrepublik? Diese Frage geistert durch die Gazetten Mitte März 2010: Ein Blick in den Blätterwald und ins Internet offenbart eine schonungslose Abrechnung. Der Bürger hat fertig: Quasi in einer Art Rundumschlag gegen die durch Lobbyismus unterwanderte unfähige Regierung verschaffen sich User wie Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller Luft. Sie stellen "Maden im Speck" an den Pranger, geben dem Staat keine fünf Jahre mehr: Griechenland, Spanien und England sind längst instabil. Deutschen steht es Oberkante Unterlippe, sie schimpfen gegen Parteiensponsoring, Vorstandsgehälter, gegen horrende Bonizahlungen für nichts Geleistetes, gegen Zocker, Abzocker, Manager und Kopfpauschale. Keine Spur von Verantwortung oder Scham der Großkopferten "da oben". Lethargie macht sich breit, Hilf-und Hoffnungslosigkeit. Gewinne werden privatisiert, abgeschöpft- Verluste sozialisiert, der Gemeinschaft überlassen. Über 100.000 Privatinsolvenzen, über 32.000 Firmenpleiten 2009! Tendenz steigend. Das Gesundheitswesen liegt von Depressivität geplagt auf der Intensivstation. Über 32 Milliarden Euro, ein Fünftel des Budgets Gesundheitswesen !!! schröpft die Pharmaindustrie ab. In der TV Sendung von Anne Will vom 7.März 2010 nannten Enthüllungsjournalisten tatsächliche Kosten für die Arznei- Herstellung: 1 Prozent. Ein Prozent! Das sind "nur" 300 bis 400 Millionen Euro. Die meisten Wirkstoffe müssen nicht mehr erforscht werden, sind überbezahlt. Medikamente/Pillen etc. kommen aus Billiglohnländern oder den USA! Gewinn: 31,6 Milliarden pro Jahr. Ergo: Pharmaindustrie und Lobbyisten schwimmen im Geld. Alle wissen es und schauen zu. Deutschland sei Indikator, die "Melknation" für die ganze Welt. Bei Krebs werde mit der Angst hemmungslos viel Geld abgezockt. Internethandel ist der Pharmalobby ein Dorn im Auge. Die Schweinegrippe setzte dem Deutschen Michel, einem Trottel gleich, das Krönchen auf. Einmal mehr ließ sich die Politik am Nasenring durch die Manege führen und vor den Karren spannen. Armes Deutschland. Und das Schlimmste daran: Leider nur eine Baustelle! Da gäbe es noch der U-Bahn-Bau-Klüngel in Köln, der Nürburgring, vom Gericht gekippte Pendlerpauschale, einkasierte Datenspeicherung, gekaufte Ministerpräsidenten, HSH-Hypo-Pleitegeier-Banken-Bankrotteure, Bad-Banken-Deals, betrogene Anleger, völlig überlastete Sozialgerichte aufgrund Hartz IV Leistungsverweigerung... Leistung lohnt sich längst nicht mehr! Die demokratische Achse als Realität ist elementar verschoben. Aber wenn Lieschen Müller außerhalb der weißen Linie auf dem Parkplatz steht, die Uhr abgelaufen ist, dann klappen die Kontrollen-....irgendwie komisch!      


Februar 2010: BAD SOBERNHEIM: „Aber bitte mit Sahne“: Nach gut zweimonatiger Zwangsrenovierung erfüllt das Cafe` Speh mitten im Herzen der Felkestadt im Arkadenhaus ab sofort wieder Kundenwünsche. „War das ein schöne Bescherung so kurz vor Weihnachten“ möchten Eigentümer Klaus Speh und seine überaus nette Verlobte Bettina Venter („Tina“) sowie die fünf Mitarbeiter gar nicht gerne zurückdenken: Ein Wasser-Rohrbruch in der darüber liegenden Wohnung im Arkadenhaus sorgte in der Nacht zum 15. Dezember 2009 für tiefes Entsetzen und verwandelte das Cafe am Musikantenbrunnen in ein Schwimmbad.

Bild 2170: Tina Venter und Besitzer Klaus Speh mit Ausstellungstorten.  Nr 2171:Zu Ostern gibt’s Präsent-Eier mit Pralinen gefüllt am Musikantenbrunnen Bild: 2172: Innenansicht mit großem Aquarium und einladendem Ambiente

 Wasser triefte von der Decke. Die komplette Einrichtung, Wände, Decke, Lampen, Teppichboden und Fließen, kurzum das gesamte Interieur, war in Mitleidenschaft gezogen, und musste komplett für rund 100.000 Euro erneuert werden. Bevor die Instandsetzungsarbeiten begannen, brummten erst einmal über die Weihnachtsfeiertag und Silvester wochenlang die Trocknungsgeräte. Konditormeister Klaus Speh und seine Eltern lobten in höchsten Tönen die zahlreichen und ausschließlich heimischen Handwerksbetriebe, die mit Hochdruck daran arbeiteten, dass am Mittwoch wieder eröffnet werden kann. Der Blick ist nach vorne gerichtet, die treuen Stammkunden, allen voran die aus Funk und TV bekannte „Kleine Päpstin“, Josephine Tibackx haben das beliebte Cafe` mit dem großen Aquarium sehr vermisst. Die Speh´s sind seit über vier Jahrzehnten in der Felkestadt in Sachen Konditorei und Cafe eine erste Adresse. Mitten in der Stadt am Musikantenbrunnen in Bahnhofsnähe ist das Cafe im Arkadenhaus über der Tiefgarage mit seinem einladenden und freundlichen Ambiente fußläufig sehr gut zu erreichen, weitere Parkplätze gibt es in unmittelbarer Nähe. Senior Horst Speh und seine Frau helfen an allen Ecken und Enden aus, wenn es wie in diesen Tagen notwendig ist. Der gebürtige Waldböckelheimer lernte im Bad Kreuznacher Cafe Kiefer die hohe Kunst des Konditorenhandwerks, bevor er 1968 in der Großstraße und dann in der Bahnhofstraße seine eigene Konditorei mit Cafe eröffnete. Auch Sohn Klaus hat das Metier von der Pike auf gelernt. Er übernahm den elterlichen Betrieb 1994 und zog 1997 in die Marumstraße 2. Höchsten Wert wird auf qualitativ hochwertige Rohstoffe gelegt, alle Produkte, Kuchen und Torten kommen aus eigener Herstellung. Das große Frühstücksangebot hat sich längst weit über die Grenzen der Felkestadt hinaus herumgesprochen und wird ganztags bereit behalten. 50 Plätze gibt es im Cafe, weitere 50 Plätze laden auf der Freiterrasse vor dem Musikantenbrunnen ein. >>>Öffnungszeiten: Montags bis freitags durchgehend von 8 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 7.30 bis 18 Uhr. An allen Feiertagen ist geöffnet, dienstags ist Ruhetag.  



MONZINGEN /WEILER. Goldene Meisterbriefe würdigen eine Lebensleistung, deren Verleihung nach fünf Jahrzehnten sind eine lange Zeit: Die beiden Fleischermeister August Schmidt aus Weiler und Günter Kaufmann aus Monzingen haben unter schwierigen Bedingungen im Nachkriegsdeutschland begonnen, und ständig steigende Herausforderungen und Veränderungen in ihrem Handwerk gemeistert. Sie haben mit viel Liebe und Hingabe ihrer Zunft Ehre erwiesen, Traditionen ins neue Millennium überführt, Nachwuchs ausgebildet, sich dem Gemeinwohl und dem kulturellen Leben in vielfältiger Weise verpflichtet gefühlt. Beide haben sich im Vorstand der Fleischer-Innung engagiert und vorbildliches geleistet. So hieß es in der Laudatio der Handwerkskammer Koblenz bei der Verleihung in Ochtendung.

HINTERGRUND: Goldene Meisterbriefe werden auf lange Sicht immer seltener. Grund ist eine Zentralisierung, fehlende Nachfolge, oder ein sich ständig wandelndes Berufsbild. In diesem Jahrtausend geht die Zahl der alteingesessenen Handwerksbetriebe rapide zurück. Im Kreis Bad Kreuznach zählte die Fleischer-Innung einst 100 Betriebe, heute gibt es trotz Kooperation und Gebietserweiterung weniger als 48 Mitgliedsbetriebe und im ganzen Landkreis KH kaum noch eine Schlachtstätte. 1300 Halter von Schweinen wurden Ende 2009 in Rheinland Pfalz („RLP“) gezählt: Minus 250 (=16 Prozent) gegenüber 2008. Nur noch ein Prozent (257.000 Tiere) der deutschen Schweine steht in RLP.

Bild 2196- März 2010: August Schmidt (links) wird 87, Günter Kaufmann ist 72. Beide sind sehr stolz auf ihren Goldenen Meisterbrief. 

  Im 87. Lebensjahr und noch immer seit der Einführung in den 1970-er Jahren bringt der als „unverwüstlich“ geltende „Schmidt-Auuscht“ Proben von Betrieben der Mittleren Nahe zur Selbstkontrolle nach Koblenz, seinem Kollegen Günter Kaufmann wurde jüngst die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Konkurrenten waren die beiden nie: Beide sind universelle Handwerksmeister par Exzellent, wahren nicht nur ihre Gewürzmischungen und Geheimrezepturen, sondern auch die kollegiale Hochachtung und Freundlichkeit als gelebte Tugend: Günter Kaufmann war so eine Art „Platzhirsch“ in der Weinbaugemeinde Monzingen, in Auen und Langenthal, und er fuhr einst mit dem Messerköcher und den kleinen Glocken zum Entborsten und Abkratzen der Brühhaut, mit der Fleischmaschine auf dem Gepäckträger „Über-Land“. In jeder Gemeinde stand eine Brühmulde, nach dem Krieg meist noch eine eckig-ungehobelt Hölzerne. In einer Wintersaison schaffte er an die 300 Hausschlachtungen. Im Alter von 13 Jahren begann er seine Lehre beim damaligen Obermeister Karl Kasper in der Bad Kreuznacher Mühlenstraße, sammelte Rüstzeug bei Christmanns in Meddersheim und kam über Hennweiler nach Hause, wo er Ende der 1960-er Jahre die Metzgerei seines Vaters übernahm. Günter Kaufmann wird kommende Woche am 4. März 72, er war Aufsichtsratsvorsitzender der Fleischer-Genossenschaft und betreibt für die Innung die Historische Metzgerei im Bad Sobernheimer Freilichtmuseum. 

35 ZENTNER BRATWURST Als es in Kirn noch sieben Fleischereien gab und der städtische Schlachthof florierte, begann der gebürtige Merxheimer August Schmidt 1948 seine Lehre bei August Klein in der Linken Hahnenbachstraße. Er war schon 25, lange im Krieg, einst bei Erwin Rommel im Afrikacorps.  August Schmidt heiratete in die 1925 von Adolf Kimnach gegründete Weilerer Metzgerei mit Gastwirtschaft, die bis 1970 ausschenkte. Er belieferte von 1952 bis 1982 Becker´s Bratwurststand, da, wo heute am Kirner Marktplatz Leo seinen Imbiss betreibt. 35 Zentner wurden an vier Tagen Kirner Kerb auf dem Festplatz gegessen, am Andreasmarkt an einem einzigen Tag über 13 Zentner: „Beckersch Bratwurscht“ und eine Cola erreichten Kultstatus, „Made by mir in Weiler“, strahlt der Senior noch immer. Die beiden blicken auf harte, aber schöne Zeiten zurück: Der Handschlag zählte noch beim Viehkauf. Meist wurde an der Gemeindewaage bar bezahlt. Umgehend  kauften die Bauern wieder Ferkel, bevor alles Geld weg war. Jeder schlachtete noch selbst. In Wirtschaftswunderjahren galt zehn Zentimeter dicker Schweinespeck als Wohlstandsbarometer und wurde gemessen, machte wie ein Lauffeuer im Dorf seine Runde: „Mein idealer Lebenszweck- ist Borstenvieh und Schweinespeck!“ (von Johann Strauss) war damals so bekannt wie heute „Geiz ist Geil“. Geschlachtete Schweine brachten es auf über 300 Pfund. Schwere Gemeindestiere oder störrische Erstlinge wurden von Staudernheim, aus Seesbach oder dem tiefsten Hunsrück über die Landstraße getrieben. Eine Tortour. Oft büchsten sie in der Monzinger Ringstraße aus und demolierten Autos, entkamen noch einmal ihrem Häscher durch den Reil…. Beide Meister haben fette Schlagzeilen als „Viehtreiber“ aus unserer Zeitung aufbewahrt, heute gibt es in vielen Orten gar kein Vieh mehr. Schwere Schweine und Vorderviertel habe man auf dem Buckel schleppen müssen, heute werde „der 20-Kilo-Zwiebelsack mit dem Autokran abgeladen“, witzeln sie.

ÜBERTRIEBENE EU-VERORDNUNGEN : Was hat sich noch verändert? „Überbordende EU-Verordnungen mit fortlaufender Eigenkontrolle, Dokumentation und die Pflege des großen Maschinenparks erfordern enorme Kosten und viel Personal mehr“, sagt der Senior. Heute haben Fertiggerichte, Snacks, Fingerfood und Partyservice die Hausmacher abgelöst und sind Nonplusultra. Das Sortiment und die Fleischveredlung haben extrem zugelegt, Frische und Qualität das A und O. Geflügel habe sich fest etabliert. Bedauert haben die beiden, dass „die jungen Leute das Wasser anbrennen lassen“. Wenn Suppenfleisch im Angebot ist, seien die Käufer Senioren, alle „Ü 60“. Die Leute früher hätten das Fleisch und alle Teilstücke genau gekannt. Neben August Schmidt hat auch Sohn Gerd und dessen Sohn Dirk in der Frankfurter Fleischerschule Heyne die Meisterprüfung absolviert- ein seltenes Novum heutzutage, für das sich die Zunft und mehrere Fernsehsender interessierten. Die Weilerer können aus einem reichen Fundus schöpfen, haben Filialen in Simmertal und Meddersheim, und einen Senior, der ständig „auf Achse“ ist. Anders Kaufmanns in Monzingen: „Sieben Supermärkte in 15 Kilometer Umkreis waren zu viel, der Konkurrenzkampf zu groß“:  Sie haben das Fleischer-Fachgeschäft zu gemacht, beliefern nur auf Bestellung Vereine, und betreiben weiter ihren Partyservice. 2004 konnte Sohn Jochen einen lukrativen Job in einer Geflügelproduktionsstätte in Mainz-Finthen nicht ausschlagen, Günter Kaufmann ging ein Jahr später in Rente. „Wir haben viel zu früh zu viel schaffen müssen, und wir nehmen alle nix mit. Alles hat seine Zeit!“ schwingt viel Wehmut, aber auch Lebensweisheit mit! 



FELKESTADT SPART SICH STEINREICH - NEUE LAMPEN  BIS 2015

BAD SOBERNHEIM. Energieeinsparungen und Effizienz bei ständig steigenden Kosten und das geflügelte Wort „Energieabzocke“ sind in aller Munde und das Gebot der Stunde. Dass auf diesem Sektor revolutionäre Erfolge und über 70 Prozent Einsparungen möglich sind, wurde Mitte der Woche dem Bauausschuss vor Augen geführt. In der Bad Sobernheimer Bahnhofstraße wurden vier alte Straßenlampen gegen neue „Hightech-LED“- Leuchten, jene Licht emittierende Dioden, ausgetauscht. Sozusagen als „Musterprojekt“ wurde vor Ort ein Langzeitversuch gestartet, bei dem Untersuchungen zu Energieverbrauch und Ausleuchtung gemessen werden. Aktiver Umweltschutz und Kostenreduzierung sind Hauptargumente für die neue Generation der Straßenbeleuchtung. Marcus Metzler von der Firma Albrecht und Bruno Schneider von der Merxheimer Baufirma Schneider haben gemeinsam mit dem Spanischen Hersteller „LidoLight“ ein neues Unternehmen gegründete das die LED Technik der Spanier sozusagen als Generalunternehmer in Deutschland vertreiben wird. Von hier aus sollen die Module ihren Siegeszug durch die ganze Republik antreten, ist erklärtes Ziel der Unternehmer. 

Hintergrund: Eine EU-Verordnung zwingt  Kommunen zur Einsparung! Für die Leuchtstofflampen T12, Halogenmetalldampflampen und Natriumdampflampen werden ab 2012 neue Grenzwerte festgesetzt. Bis 2015 geht es den Quecksilber- Dampflampen (HPM) und den Natrium- Dampfhochdruck-Plug-in (Retrofit-Lampen) zugunsten energieeffizienterer Leuchtmittel an den Kragen. Im Handel sind dann nur noch Leuchtmittel erhältlich, die vorgegebene Grenzwerte einhalten.

Spanische Delegation in der kalten und stürmischen Felkestadt: links Bürgermeister Dr. Felix Welker

Februar 2010: Bilder Nr. 2080- 2081

Marcus Metzler und Bruno Schneider erklären die  revolutionären Einsparungen der LED-Leuchttechnik

   Ein städtischer Ausschuss um Bürgermeister Dr. Felix Welker ließ sich bei Regenschauer und Sturmböen von Diplom-Ingenieur Marcus Metzler und einer dreiköpfigen spanischen Delegation aus Alicante informieren, sechs Jahre habe die Entwicklung gedauert. Die Hersteller machten Aussagen zur Robustheit des Kunststoffgehäuses, und weite Zugeständnisse bezüglich der Lebensdauer und Gewährleistung. Vor Ort wurde die Beleuchtungsstärke (Lux-Wert) gemessen, Leuchtkraft, Lichtkegel und Farbtreue in Augenschein genommen. Die Messphase läuft den ganzen Februar, Anfang März liegen die Ergebnisse vor. Werkseitig sind die Module vorprogrammiert. Besonderheit: Sie können so eingestellt werden, dass der Einstiegsverbrauch von 84 Watt nach vier Stunden kontinuierlich bis auf 33 Watt im Nachtbetrieb wie eine Art Dimmer reduziert und zurückgefahren wird. Zum Vergleich: Momentan verbraucht jede der 1126 städtischen Lampen 230 Watt, eine dauerhafte Einsparung von über 70 Prozent ist mit der neuen LED-Lampengeneration möglich. Erste Aussagen zu den Modalitäten wurden getroffen, sowohl Kauf wie Leasing mit Wartung sind möglich. „Eine überaus interessante Geschichte, damit wären wir auch nicht an einen Monopolisten als Anbieter gebunden“, resümierte Beigeordneter Alois Bruckmeier. Einziger Wermutstropfen: Die Bauausschussmitglieder hätten sich viel lieber die Leuchten im sonnigen spanischen Alicante nachts bei Flamenco und Pella, Sangria und Tequila angeschaut, als an einem nasskalten und stürmischen Abend in der Felkestadt.        


HEYLIVE PRESSESCHAU

Rundum informiert - Neuigkeiten aus  dem Blätterwald - ALLES auf einen Blick!  Wie war 2009? Momentaufnahme 

Woche Nr. 52 - 2009 -Deutschland-

MERKEL zaudert- zu GUTTENBERG ist Überflieger- SCHÄUBLE strahlt bei Rekorddefizit- Lammert kritisiert- BP KÖHLER appelliert- und AIGNER macht Druck: "Ilse Aigner macht den Banken Druck!" Als ich Letzteres als Weihnachtsbotschaft 2009 las, dachte ich: "Da lachen ja die Hühner!- Was für ein Mega-PR-Gag!" - Ilse Aigner und ihre gewiefte Guldentaler Staatssekretärin Julia Klöckner sind Media-Cross-Profis und wissen, wie man das Volk durch Twittern und Blogs erreicht, pardon- Duftmarken setzt, und sich beliebt macht! Ins Gerede kommen, Aktionismus ist angesagt. Neue Besen kehren gut! Banker und Lobbyisten an den Pranger und das Fürchten lehren! Bravo. Das soll suggerieren: "...die Bundesregierung tut was, kümmert sich, handelt!" Egal, auch wenn der Berg kreiste, und nur eine Maus gebar! 2009 kommt nach Bankendesaster, Rezession und Wirtschaftskrise nicht in Fahrt. Laut Auskunfteien stehen 100.000 Selbstständige mit Durchschnittlich über 95.000 Euro im Minus vor der Insolvenz, an die 40.000 Firmenpleiten werden 2009 registriert, Privatinsolvenzen nicht mitgerechnet. Verheerend, erschreckend! Opel schleudert und wird niemals mit GM aus den roten Zahlen fahren, ein Beispiel von Hunderten. (Siehe Heylive.de- Sparte "Politik und Wirtschaft"). Alle strahlen, alle haben alles richtig gemacht. Wirklich? Ob die flächendeckende Kurzarbeit realistisch ist? Haben die "GlobalPlayer" etwas gelernt? Sind die Verursacher an die Kandare genommen, bestraft und aus dem Verkehr gezogen worden? Nein! Das ist der eigentliche Skandal. Das ist ungeheuerlich und nährt die Lethargie. Zugegeben: Der Konsum in Geiz-ist-geil-Zeiten ist befriedigt, vorbei Wirtschaftswunderjahre, die Ärmsten kennen den Weg zur Tafel und Heilsarmee. Gewinne werden privatisiert und abgeschröpft, Kosten und Negativkapital verstaatlicht. "Weiter so" sagt Schwarzgelb und finanziert ohne Mumm, saft-und kraftlos Aufschwung "auf Pump". "BP" Horst Köhler appelliert: "Geld muss den Menschen dienen" und denkt: "...in uns nagt das Gefühl, dass wir etwas Wichtiges übersehen haben bei der Art, wie wir zusammenleben...".Zitatende. Ja, richtig, das kam so plötzlich wie Heiligabend! Der "kleine" Mann, das Proletariat zahlt die Zeche. Fazit: Wir werden falsch regiert. Grottenschlecht. Klientelpolitik auf Zuruf und auf Kosten anderer. Tendenz: Weiter so, mit Vollgas gegen die Wand. Wenn der Arbeitsvermittler subventioniert und der Arbeitgeber mit "Kopfgeld" fürstlich belohnt wird, und mehr verdient als der Arbeiter selbst, ist etwas faul im Staate Dänemark. Wir verteidigen Freiheit am Hindukusch, zahlen China Entwicklungshilfe und rennen im Sauseschritt in eine Inflation. "Macht euern Mist alleene!", sagte schon der Alte Fritz, als er Land und Volk ausgeplündert und sich die Taschen voll gestopft hatte. Endlich macht Ilse Aigner "...den Banken Druck!"- ha, ha, ha, ha!  Da lachen ja die Hühner...   



DEZ- 2009: NEUE GAUDI im Bowlingcenter

BILD 1996: Chefin Edith Eckes (links) mit Meckenbacher Jugendlichen  Bild 1997: Zauberer "Atschy"  aus Odernheim zeigt Tricks und Kniffe! Bild 1998: Auch an die Kinder war gedacht- sie feiern öfters hier! 

HOCHSTETTEN-DHAUN. Mit einer „Scheunen-Gaudi“, Zauberer-Vorführungen, einer spektakulären Mitternachts-Feuershow, Lifemusik und Leben in allen Räumen feierte das Hochstetter Bowling-Center eine Neueröffnung und drei Tage lang ging’s hoch her. „Alle kamen“, Freunde, Bekannte, Lieferanten und Geschäftspartner, freute sich Betreiberin Edith Eckes. Fest terminiert sind  weitere Auftritte mit dem Idar-Obersteiner Künstler Sandro Marin, der ebenfalls für viel Stimmung sorgte. Hochstetten war bekanntlich jahrzehntelang „Zillertaler Schürzenjäger“- und „Spider-Murphy-Gang“-Land. Bürgermeister Thomas Barrois sah sich inmitten mehrerer „Kollegen“ aus der Nachbarschaft und freute sich, dass solch ein großes Angebot für jedes Alter vor Ort angeboten wird. Die Firma Hill baut bekanntlich auch im Hochstetter Industriegebiet weltweit mit einem großen Mitarbeiterstab Bowlinganlagen. Edith Eckes ist ein echtes „Hille“-Mädchen, das nun den Betrieb ihres Bruders übernahm und schon 1985 dabei war, als das damals erste Bowling Center an der B 41, Abfahrt Richtung Meckenbach, eröffnete. Dieser Freizeittempel wurde zehn Jahre später aus statischen Gründen aufgegeben, Hille eröffneten im Hochstetter Industriegebiet, wo heute sechs computerisierte Bowlingbahnen und mehrere Räumlichkeiten wie Kuhstall, Heustall, Almhütte und Kaminzimmer in Betrieb sind. Edith Eckes betreibt auch das Felke-Bowlingcenter in Bad Sobernheim. Künftig soll mit drei festen Mitarbeitern und fünf Aushilfen auch in Hochstetten neuer Schwung Einzug halten und frischer Wind wehen. So sind Themenabende geplant, die sich an ganz individuellen Nachfragen der Gäste wie Life Musik, Karaoke-, Skat und Bingo-Abende orientieren.



Kirner Gewerbeschau 2009 trotz Regenschauer Besuchermagnet!

Bild 1766: Viele Zuschauer hatte der Motorsägen-Künstler am "GiK"-Zelt Bild 1767: Der "Schlaue Bausparfuchs" drehte seine Runden, war sehr beliebt... 1768: ...ebenso wie die Summi-Biene der Rhein-Zeitung, die im Steinweg landete.

Es war die vierte Gewerbeschau der Gewerbeinitiative Kirn ("GiK"), die zweite auf dem früheren Tengelmann-Parkplatz zwischen Amthofstraße und Hahnenbach. Wie die kleine Bilderschau zeigt, war der Besuch lohnenswert, überall präsentierten sich Handwerker, Dienstleister, Handel und Industrie von ihrer wohl schönsten Seite. Es gab Köstliches zu probieren, frisch zubereitet im Gewerbezelt von einem Küchen-und Kochteam des GastronomieAnbieters Krämer, Banken und Bausparkassen hatten die Spendierhosen an, Polizei und Schornsteinfeger, die Stadtwerke und Anwälte informierten, beide Tageszeitungen warben mit Verlosungen und Mitmachaktionen. Mode-Venter wurde 70 Jahre und begrüßte mit Sekt und Sonderaktionen, Baustoff-Fey feierte 50jähriges Jubiläum und hatte in der Binger Landstraße jede Menge Betrieb, nebenan bei Baum-und Hien im Modegeschäft standen die Besucher bei Kaffee und Kuchen zur hochkarätigen Modenschau aus der Halle hinaus auf dem Bürgersteig bis auf die Straße. Überall gabs Rabatte und Sonderverkauf!

Bild 1769: Grüne Damen verteilten gratis Cocktail-Gutschein mit oder ohne Alkohol Bild 1770: Gastro-Krämer arrangierte eine perfekte Küchenschau mit Verkostung! 1771: Das REWE-Team Greulach verlegte den Top-Markt an den Hahnenbach...


Drei Handwerksmeister kennen noch Altes Handwerk

REGION.OTZWEILER / KIRN./ KAPPELN. Die drei Handwerksmeister Jochen Barth, Guido Kleyer und Stefan Weiß arbeiten als Individualisten und Kumpels eng zusammen und starten voll durch. Jeder als „Ein-Mann-Betrieb“, bewahren sie alt überlieferte Traditionen, Zunft und Handwerkskunst. Auf der Meisterschule des Handwerks in Kaiserslautern haben sie in diesem Millennium die Prüfung mit Bravour abgelegt, und jeder hat trotz „Flaute in der Baubranche“, trotz „überproportional steuerlicher Belastungen der Leistungsträger“, trotz düsterer Zukunftsprognosen und –perspektiven seit 2001 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und nie bereut!

Bild 1728: Jochen Barth, links Bild 1729: Guido Kleyer, rechts Bild 1730: Stefan Weiß, rechts

     Sie helfen sich aus und ergänzen sich ohne Konkurrenzneid bei vielen Baustellen der Region wie in der Seesbacher Kirche, in Heimweiler oder der Martinsteiner Gänsmühle. Beim „Tag des Holzes“ in Hochstetten und jüngst beim Dorffest in Kappeln mit tausenden Besuchern hatte das Trio einen Gemeinschaftsstand. Hunderte blieben stehen und staunten. Filigrane und individuelle Handarbeit in Sandstein oder Eichenholz ist auch in „Geiz-ist-Geil-Zeiten“ hoch angesehen und geschätzt. „Unsere Frauen haben alle einen festen Beruf!“, räumte Steinmetz-und Steinbildhauermeister Jochen Barth (30) schmunzelnd und nicht ohne Hintergedanken auf mehrfache Nachfragen mit dem Vorurteil „...Handarbeit ist unbezahlbar“ als größtem Hindernis und Hemmschwelle auf.....  Der gebürtige Meckenbacher wohnt in Kirn, hat seit Jahresbeginn in Hochstetten-Dhaun den Alten Bahnhof zu seiner Werkstatt gemacht. Naturstein als Material genieße Ewigkeitsanspruch: „Ein Grabmal entsteht nicht allein, weil ein Mensch gestorben ist, sondern weil er gelebt hat“, sagt Jochen Barth ;- er definiert neue Gestaltungsansätze und will für die Hinterbliebenen Orte des Trostes und individuelle Stätten der Erinnerung schaffen. „Sauber geschafft. Ia ehrliche Handwerkskunst“ das hören sie alle gern, das sei ihre beste Visitenkarte. 90 Prozent ihrer Aufträge erhalten sie durch Mundpropaganda. Die drei sind Individualisten, filigrane Meister alter Schule. Aber kann man von Komplimenten leben? Ja sagen sie, dank ihrer Partnerin! Die wirtschaftliche Lage sei sehr schwierig, die Region Strukturschwach. Durch Kurzarbeit werden private Aufträge storniert oder zeitlich geschoben. Einziger Lichtblick oft für Investoren: Die Förderung im Rahmen der Dorferneuerung.

Stefan Weiß: "Hab Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, Neues zu wagen...." Zimmerer Guido Kleyer: "Gut geschafft...", das hört man gern! Jochen Barth: Ein Grabmal entsteht nicht allein, weil ein Mensch gestorben ist....

    Keine Komplimente gibt’s zum Tag des Offenen Denkmals: „Rheinland-Pfalz ist gegenüber Thüringen, Sachsen oder Bayern in der Denkmalpflege Entwicklungsland!“, sagt die langjährige Lebenspartnerin von dem Kappeler Tischlermeister Stefan Weiß (36), Restauratorin Anne Büttner, mit Nachdruck und ohne Kompromisse. Über etwas anderes macht sich Berufsschul-Lehrerin Natalie Krämer, seit neun Jahren mit dem Heimweilerer Zimmerermeister Guido Kleyer (41) liiert, Gedanken: „Das Wissen über Tradition und alte Handwerkskunst bleibt in der Schule!“. Früher waren alte massive Türen nur halb so dick wie heute, Schlösser meist aufgesetzt. Bei heutigen Energieverordnungen, DIN, Euro- und EC-Sicherheitsnormen bleibe Kreativität, jene uralt überlieferten Praktiken, meist Wunschdenken.  „Der Blick in den Geldbeutel setzt die Maßstäbe“, bedauert das Trio. Dies wurde beim „Tag des Holzes“ in Hochstetten sichtbar, wo dicke und industriell gefertigte Kunststofftüren als Meterware dominant waren. Künste am Bau, wie sie noch vor dem Krieg bis 1940 praktiziert wurden, mit Dachüberstand, Schrägen als Windschutz, Wetterschenkel oder Wassernasen als Profil gingen verloren, würden gänzlich ignoriert. Altertümliche Holzverbindungen, Holznägel oder Holzzapfen bis hin zum konstruktiven Holzschutz? Keine Nachfrage. In Neubaugebieten gehe der Stil ganz verloren, das Abheben aus der Masse sei völlig aus der Mode gekommen: „Nur was billig auf dem Markt ist, wird verbaut. Dabei sind Türen und Fenster das Gesicht eines jeden Hauses, sinnieren sie. Jeder muss kämpfen, aber jeder hat seine Nische gefunden. „Habe Ehrfurcht vor dem Alten, und Mut, das Neue zu wagen!“, diesen Leitgedanken des Jugendstil-Architekten Joseph Maria Olbrich beflügelt den Kappeler „A-Capeller“-Solisten Stefan Weiß (36), der seine ganze Schaffenskraft quasi wie ein Brückenbauer zwischen Alt und Neu versteht. „Die Natürlichkeit des Holzes zu erhalten, die Oberfläche auf Naturharzölbasis oder mit historischem Lacke wie etwa dem Schellack veredelt, wird der Werkstoff Holz mit der Zeit immer schöner“ ist sein Credo.



Deutschland am 30.Juni 2009: Ein schwarzes 1. Halbjahr

Firmenpleiten steigen 2009 steil! Die größten Konzern-Insolvenzen Unverschämte Bankenabzocke!

Bild 1552: Zur Überbrückung der Bankenkrise muss der Staat bis 2013 sagenhafte 310 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen, der Schuldenberg nähert sich 2 Billionen Euro!

Wer soll das alles bezahlen?  Banken als Abzocker in der Kritik! Nach Worten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform und dessen Vorstandsmitglied Helmut Rödl gibt es 2009 so "große Firmeninsolvenzen wie nie zuvor!". Direkt betroffen davon von der Insolvenz ihres Arbeitgebers sind an die 540.000 Mitarbeiter. 16.650 wurden im 1. Halbjahr 2009 angemeldet, gut 14 % mehr als ein Jahr zuvor. Darunter sind 100 Pleiten von Großunternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz- über dreimal so viele wie 2008. Bei den fünf größten insolventen Unternehmen sind (Stand 30.06 2009) 71.000 A.-Plätze betroffen. Das Handels-und Touristikunternehmen Arcandor spricht von 52.000 Betroffenen, Woolworth 9.700, Qimonda 4.600, Wada-Werften 2.600, Schiesser 2.300, Märklin 1.400, Rosenthal Porzellan 1.300, Adessa 900 und Fertighaus Kampa 750. Versandhaus Quelle kämpft monatelang um 50 Millionen Euro Bürgschaft für den Druck des Winterkalenders, Opel schlingert, Landesbanken sind längst pleite, Hypo Real Estate braucht mehr Geld. Auftrags-und Absatzzahlen in der exportorientierten Industrie gehen erneut im zweiten Quartal mit Schnitt um über 15 % zurück.  Banken und Sparkassen sanieren sich zuerst einmal selbst: Zur Ankurbelung der Wirtschaft und des Mittelstandes erhalten sie von der EZB die stolze Summe von über 440 Milliarden Euro zu einem Prozent! Diesen günstigen Zinssatz geben sie nicht weiter. Discokredite im Juni 2009 bei der Postbank: Über 15%, bei Commerzbank über 13% und bei der Deutschen Bank über 12 Prozent.     


Klein aber oho - smart-Werke arbeiten "just in time" 

Kirner Handwerksgesellenverein besichtigte "Smartville" im franz. Hambach

1510: Ein Alptraum von Bus!  Bild 1511: Die Mitglieder der knapp 5o-köpfigen Reisegruppe am 26 Mai 2009 Bild 1512: 28 kleine Smarts wie in einem Matchbox-Würfel...
 Bild links (Nr:1513) durch Flugrost natürlich verrostete Eisen als Blickfang aus dem französischen Vorzeigegarten: "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen...", dies bewahrheitete sich bei der Tagestour in die smart- Werke des Kirner Handwerksgesellenverein. Die Reisegruppe teilte sich. Während zwei Dutzend den Garten besuchten und Tipps und Tricks, Wundermittel und Hausrezepte notierten, war die andere Gruppe im Smart-Werk. Gemeinsam wurde zu Mittag gegessen: Es gab Nudeln mit Geschnetzeltem und einen süßen Nachtisch mit karamellisierten Walnüssen und Vanilleeis. Natürlich war die Reisegruppe um einen allseits präsenten und sich kümmernden Rudolf Hammen nebst Gattin bestens aufgehoben. Die Kirner kehrten noch zum Einkaufsbummel im französischen Saregemünd und zum Abschluss im Hotel Rieth in Weierbach ein. 

SMART: Das S steht für dessen Erfinder, den Schweizer Swatch-Uhrenhersteller, M für Mercedes und Art steht in Frankreich für Kunst- für alles, was proper ist, elegant, edel, auch funktionell und schön anzusehen. Die Erfolgsstory von smart begann 1993. Im Oktober 1997 eröffneten der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Premier Jacques Chirac das 70 Hektar große Werksgelände für 450 Millionen Euro, wo Ende Mai 2009 täglich 562 Autos "just in Time" von 180 Robotern und gut 1.600 smart-Mitarbeitern das Band verlassen, und dann bereits verkauft sind. 2008 kam Mercedes-Benz-Chef Dieter Zetsche und fuhr den millionsten smart vom Band, mit den Zulieferern sichert eine der weltweit modernsten Automobilfabriken 5000 Arbeitsplätze. Weltweit alle Autos kommen aus dem Werk in Hambach. Warum aus der kleinen und unscheinbaren französischen Hambach kurz hinter der deutschen Grenze?  Die Empfangsdame erklärt: "Weil die Erlaubnis schneller da war als Deutschland, weil die Arbeitsplätze billiger sind, die Motivation höher ist als in Deutschland, der Bahn- und Autobahnanschluss da war und die Zweisprachigkeit der Produktion dienlich ist...." und noch vieles mehr erklärt die sehr sympathische und nette Dame dem verdutzten Besucher. Aber Hallo?!  Und jeder kann es sehen:  Die Kirner Reisegruppe äußert später, dass das Betriebsklima äußerst freundlich und sichtlich zuvorkommend war. Ast nennt man eine Produktionsstraße, die wie ein großes +-Zeichen mitten im Zentrum des Werkes, auf den Marktplatz führt, wo Nacharbeiten vorgenommen werden. Kaum ein Fahrzeug gleicht aufgrund der Baukastenmodule in sechs Farbnuancen und wegen den Exportaufträgen mit seinen vielen technischen Wünschen und Auflagen dem anderen.  Beispielsweise Diesel oder Benziner, Rechts oder Linkslenker und so weiter. Über 27.000 Stück im Jahr gehen nach Amerika, wo die individuellen Auflagen besonders extrem sind. Im April 2009 kam China als Abnehmer hinzu, im Mai Brasilien und Juni 2009 Dänemark. Sieben große Firmen wie Thyssen-Krupp, Magna-Motors, Continental oder Plastal mit weiteren Dutzenden externen Zulieferern sind direkt im Werk ansässig und bauen alle smart-Reihen wie das Modell "fortwo" oder den Spider bis zur Endmontage komplett zusammen. 



Am 18. Mai 09  informiert Klaus Nieding Anleger in Nieder Olm



KREIS./ REGION / BAD KREUZNACH. –Hey- Das Bundesverfassungsgericht hat die Abgaben der Agrarbetriebe für die Centrale Marketinggesellschaft Agrar (CMA) am Montag für grundgesetzwidrig erklärt. Nun stehen etliche ähnliche Finanzierungsmodelle auf der Kippe -auch das der Gebietsweinwerbung Weinland Nahe muss neu überdacht werden. Das Pflicht- Finanzierungsmodell der CMA wurde vom Bundesverfassungsgericht am 2. Februar 2009 gekippt und klar für nichtig gestellt.

1110: Gedruckte Infos von CMA  1111. CMA-Werbung Bild 1112: z.B. Rindfleischwerbung

Die Zwangsabgabe durch die CMA könnte "auch als Schmälerung des eigenen unternehmerischen Werbeetats angesehen werden", so die Richter. Also: Weg von der Zwangsabgabe, hin zum freiwilligen Beitrag. Zu den Pflichtabgaben kommen Zuschüsse vom Bund und der EU. Auch hier sahen die Richter den Gleichheitsgrundsatz gegenüber der freien Marktwirtschaft ausgehebelt. Andere sagten noch im Gerichtssaal: „Die Funktionäre müssen weg, jedenfalls nicht mit meinen Werbeetat bezahlt werden!“.... „Die Milch machts“ ist einer der bekannteste CMA-Werbeslogans, der zitiert wurde. Der Kläger argumentierte, dass die Fruchtsaftbranche beispielsweise dadurch benachteiligt werde und er als Hühnerhalter und Eierlieferant davon auch nix habe. Die Werbung stünde im Widerspruch zu Artikel 12 des Grundgesetzes, der die unternehmerische Freiheit garantiere. Die Situation in unserer Region, ein Beispiel:  Pro Hektar Rebfläche (10000 Quadratmeter) sind von jedem Winzer 67 Euro in den Weinfonds zu entrichten. Alle Winzer müssen darüber hinaus eine Zwangsabgabe für die Gebietsweinwerbung leisten, und zwar auf Grundlage des rheinland-pfälzischen Absatzförderungsgesetzes. Diese beträgt an der Nahe 77 Euro pro Hektar für Weinland Nahe. Somit summieren sich diese Zwangsabgaben auf 144 Euro pro Hektar und Jahr. Flächendeckend kommt so eine ganze Menge an Etat und Euros ein und bildet einen eigenen, zusätzlich subventionierten und durch eben jene „Pflicht“-zahlungen einen eigenen Wirtschaftszweig. Dass Gemeinsamkeit stark und ein einheitliches Auftreten Sinn macht, steht außer Frage. Ist es aber zeitgemäß, wenn kleine Familienbetriebe, Handwerksmeister, über Gebühr zu den Innungs- und Handwerkskammerbeiträgen, Eigenkontrollnachweisen, überbetrieblichen Ausbildungen, Prüfungsgebühren....u.s.w. weitere Pflichtabgaben für Produktwerbung leisten müssen? Dem haben die Richter nun einen Riegel vorgeschoben. Denn: Längst diktieren „Geiz ist Geil“ –Konzerne, Globalplayer, Heuschrecken und Filialisten den Preis über die Qualität, quetschen Erzeuger und Lieferanten wie eine Zitrone aus. Klar, „die Milch machts!“. Aber CMA-Erzeuger sind standortgebunden, kommen trotz Werbe-Pflichtabgaben nicht kostendeckend über die Runden. Im Lebensmitteleinzelhandel mit seinem ruinösen Wettbewerb wird Werbung effizienter und marktorientierter eingesetzt. Verkaufstempel haben kein Risiko mit Missernte, Erzeugungs- oder Produktionskosten und können dank Billigjobber und Ein-Euro-Kräfte eher „den Rahm abschöpfen“. So funktioniert heute die lobbyismusunterwanderte und bis auf den Codestrich kontrollierte „freie Marktwirtschaft“. Durch das Urteil geht die Welt nicht unter, Werbung darf nicht überschätzt und schon gar nicht zwanghaft „eingetrieben“ werden,  Information bleibt immer eine „Holschuld“:  Was nützt es aber, wenn der Kunde beim Rindfleischkauf beim Fleischer im Ort nachfragt, wo das Kälbchen geboren wurde, welche Muttermilch es sog, wie es gemästet und wie das Gras gedüngt wurde und ob das Rindviech glücklich unterm Tannenbaum Weihnachten feiern durfte !?!  Und dann geht der Kunde in den Supermarkt, das extra gekennzeichnete Hackfleisch aus England oder aus Argentinien kaufen, weil es billiger ist .....

 



Umbau der Sparkasse Rhein /Nahe dauert bis Sommer 2009

Bild 866: Da soll für die Dauer der Umbauarbeiten die Automaten hin. Bild 867: Geschäftstellenleiter Kai Wilhelm: Drei Mal größer soll dieser Bereich werden! 

BAD SOBERNHEIM. (Febr 2009) Ende Januar begannen die umfangreichen Bauarbeiten der Sparkassengeschäftsstelle Rhein-Nahe am Marktplatz. Hinter der Sparkasse wird in der ersten Februarwoche ein Container abgestellt und ab Montag, dem 16. Februar, werden sich die 22 Mitarbeiter komplett in der „Übergangsgeschäftsstelle“ einrichten. Der Eingang dieses Provisoriums erfolgt über den Innenhof, der für die Dauer der Bauarbeiten nicht wie bisher als Kundenparklatz der Sparkasse genutzt werden kann. Darauf weist der Leiter der Geschäftsstelle, Kai Wilhelm, hin und bietet die Anlieger und Kunden um Verständnis. Der Kundenverkehr geht ganz normal weiter. In der Garage, wo die fahrbare Zweigstelle normalerweise parkt, werden dann Geldautomaten und Auszugsdrucker stehen. „Wir bekennen uns ganz klar und investieren in den Standort Bad Sobernheim“, erläuterte der 28-Jährige Geschäftstellenleiter. Kai Wilhelm wuchs in Waldböckelheim auf und wohnt in Duchroth, er ist seit Juni 2008 Nachfolger von Andreas Steeg, der nun Vertriebsleiter an der Mittleren Nahe in der Region Kirn/ Bad Sobernheim ist. Das Erdgeschoss wird komplett entkernt und neu gestaltet, die äußere Fassade bleibt unverändert. „Für den gesamten Geldverkehr nutzen wir nur sieben Prozent der Fläche“, erläuterte Kai Wilhelm und das soll sich ändern. Nach dem Umbau wird der derzeitige Eingangsbereich, wo die Geldautomaten und der Auszugsdrucker stehen, drei Mal so groß, kundenfreundlicher, moderner und mit den neuesten SB-Geräten ausgestattet werden. An starken Tagen werde dieser Bereich von bis zu 5000 Kunden frequentiert, „hier platzen wir aus den Nähten und besteht Handlungsbedarf“. Die voraussichtliche Dauer des Umbaus ist etwa sechs Monate. Sinn und Zweck ist die räumliche Zusammenlegung von Kassen- und Servicebereich. Für das Bargeldgeschäft bleibt nach wie vor die Servicekasse erhalten, auch sollen nach dem Umbau mehr Büros für die Kundenberatung bereitstehen. Seit 1993 wurde das Bankgeschäft kontinuierlich durch Pflege- und Altersvorsorge viel Beratungsintensiver. Daran habe die Bankenkrise nichts geändert, im Gegenteil: „Wir haben viele Kunden gewonnen und können garantieren, dass bei uns die Einlagen sicher sind. Das ist es, was derzeit die Leute bewegt“, sagte Wilhelm. Vor 175 Jahren sei die Sparkasse in der Felkestadt gegründet  worden, dies habe ihm Heimathistoriker Heimer bestätigt. Der Umbau wird komplett von Handwerkern aus der Region und den umliegenden Ortschaften durchgeführt.



Landwirte der Region schlagen Alarm- 

Bauernpräsident warnt vor Versorgungsengpass

KREIS /LAND:-heylive- Ja was ist das denn? Im 1. Quartal  2009 klagen die Landwirte schon vor einer schlechten Ernte und Preisverfall. Die Finanzkrise hat längst auch die Bauern erreicht. Vor genau einem Jahr -2008-stiegen die Düngemittel- und Betriebskosten um 40 Prozent, übers Jahr zogen die Energiekosten auf breiter Front nach. Nun sind wegen der Finanzkrise Erzeuger auf einem großen Teil der Getreideernte sitzen geblieben, obwohl weltweit die Lagerhäuser auf nur zwei Monate Bevorratung geleert sind. So leer, wie nie zuvor: "Alles war auf Kredite finanziert", klagt Bauernpräsident Gerd Sonnleitner und warnt: "Die Versorgungslage ist weltweit knapp. Zudem wird an teurer Düngung gespart, fehle es den Bauern an Geld für Düngemittel, dass wir 2009 eine Minderernte zu erwarten haben!". 

Milch und Getreide nix mehr wert

Nr.410: Im Einsatz in Kirn-Land: Verbrennen alles Getreide oder was ? Was erwartet uns, was kommt 2009?

Verschärft wird die ganze Lage dadurch, dass die Industrie, der Lebensmittel-Einzelhandel, so wie bei der Milch, den Preis diktiert. Und wegen dem niedrigeren Ertrag werde wieder mehr Getreide für die Gewinnung von Bioenergie eingesetzt. Denn die Spirale bewege sich immer weiter abwärts, die Produktionskosten seien schon lange nicht mehr gedeckt: "Als ich die Woche die Getreidepreise für einen Doppelzentner hörte habe ich Tränen in die Augen bekommen", sagten sowohl die Landwirte Frank Schätzel aus Becherbach bei Kirn wie auch Kurt Hey aus Eulenbis bei KL. Leo Blum, der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland- Nassau dazu: "Bauern sollten wenn möglich rentable Vorverträge für die jeweiligen landwirtschaftlichen Erzeugnisse abschließen". Ob dies nur frommes Wunschdenken ist?  


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